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Die Nasa hat Tonaufnahmen eines Schwarzen Lochs veröffentlicht: sie klingen ziemlich unheimlich – und unheimlich schön

Computeranimation eines Schwarzen Lochs  - Copyright: Nasa/GSFC
Computeranimation eines Schwarzen Lochs - Copyright: Nasa/GSFC

Der luftleere Weltraum gilt als still. Doch die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat herausgefunden, dass Schwarze Löcher Geräusche aussenden. Für das menschliche Ohr aufbereitet, klingen sie ganz schön geheimnisvoll - und geheimnisvoll schön.

Die Nasa teilte am Montag auf Twitter einen Audioclip mit den Klängen. Sie stammen von Druckwellen, die von einem Schwarzen Loch ausgehen. Hier könnt ihr ihn hören.

"Der Irrglaube, dass es im Weltraum keine Geräusche gibt, hat seinen Ursprung darin, dass der größte Teil des Weltraums ein Vakuum ist, in dem sich Schallwellen nicht ausbreiten können. In einem Galaxienhaufen gibt es so viel Gas, dass wir tatsächlich Schall wahrgenommen haben", twitterte die Nasa.

Der tatsächliche Klang liegt jedoch außerhalb des menschlichen Hörbereichs 57 Oktaven unter dem mittleren C. Das Chandra-Röntgenobservatorium zeichnete die Daten von den im Röntgenlicht sichtbaren Wellen im Perseus-Spiralarm der Milchstraße auf, die unhörbaren Klängen entsprechen. Dann skalierte die Nasa die Töne von ihrer wahren Tonhöhe auf einen Wert, den Menschen hören können.

Die NASA hatte den Audioclip bereits im Mai auf ihrer Webseite veröffentlicht, erst der Tweet löste nun aber viele Reaktionen aus.

"Das ist cool - und wirklich, wirklich gruselig", schrieb CNN-Moderator Jim Sciutto ebenfalls auf Twitter.

Die kanadische Schauspielerin Elizabeth Bowen verglich die Töne mit "der Szene in dem Film, in dem jemand zufällig über eine Art satanischen Kult mitten im Wald stolpert"

"Alle reden darüber, wie unheimlich das ist, aber für mich ist die Art und Weise, wie es einfach abbricht, bei weitem der gruseligste Teil", sagte der Astronomie-Blogger Phil Plait.

Bei der ersten Veröffentlichung dieses Clips teilte die Nasa auch eine andere Bearbeitung von Rauschdaten von M87, jenem Schwarzen Loch, das auf dem ersten Foto eines Schwarzen Lochs zu sehen ist, das 2019 vom Event Horizon Telescope-Projekt gemacht wurde.

Die Musik stammt ebenfalls aus den Röntgendaten des Chandra-Teleskops, enthält jedoch Audio-Interpretationen optischer Daten des Hubble-Weltraumteleskops und Radiowellen des Atacama Large Millimeter Array in Chile. Diese Daten kombinierte Nasa zu Musik.

Der lauteste Teil der M87-Musik entspricht dem hellsten Teil des Bildes - genau dort, wo sich das Schwarze Loch befindet.

Der Artikel erschien zuerst bei Business Insider in der USA. Das Original findet ihr hier.