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Nächster Engpass für Edeka? Coca-Cola droht mit Lieferstopp

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Bei Edeka könnten in 2022 die Getränke knapp werden. Nach gescheiterten Preisverhandlungen mit Pepsico und Eckes-Granini droht Coca-Cola dem Lebensmittelriesen nun mit Lieferstopps ab Januar.

Flaggen vor dem Edeka-Hauptsitz in Hamburg. (Bild: Getty Images)
Bei Edeka gibt es den nächsten Preiskampf. (Bild: Getty Images)

Kräftemessen im Lebensmittelhandel: Die Supermarktkette Edeka streitet mit Coca-Cola ums Geld. Der Kampf um bessere Konditionen scheint zu eskalieren, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Demnach soll Coca-Cola nun gedroht haben, Edeka ab 1. Januar 2022 nicht mehr zu beliefern.

Sollte dem so sein, könnten Kunden bei dem Lebensmittelriesen im kommenden Jahr vor leeren Getränkeregalen stehen. Denn neben dem Preis-Zoff mit Coca-Cola scheiterten für Edeka auch die Konditionsverhandlungen mit Pepsico. 14 Marken des Getränkelieferanten wurden daraufhin von Edeka aussortiert. Rausgeflogen sind unter anderem 7 Up, Mirinda, Punica, Schwip Schwap, Rockstar Energydrinks, MountainDew und Lipton. Außerdem sind auch Pepsis Chips-Marken Doritos und Lay’s betroffen.

"Edeka ist bei vielen Herstellern wichtigster Abnehmer"

Pepsico wollte sich zu den Verhandlungen nicht äußern, erklärte aber, dass man weiterhin in der Lage sei, die Supermarktkette zu beliefern. Edeka dagegen zeigt sich unnachgiebig und sieht sich den Konzernen gegenüber in der besseren Verhandlungsposition.

"Edeka ist bei vielen Herstellern der mit Abstand wichtigste Abnehmer. In den Verhandlungen nun Härte zu zeigen hat für Edeka zwei Vorteile: Einerseits bleiben die eigenen Kosten niedrig und man ist so für die Kunden weiter attraktiv. Auf der anderen Seite werden die Hersteller faktisch gezwungen, die gestiegenen Kosten für Rohstoffe bei weniger marktmächtigen Händlern umso stärker durchzusetzen. Das erinnert an das bekannte kartellrechtliche Konzept des 'raising rivals costs'", sagte Dr. Andreas Gayk, Geschäftsführer Recht & Politik beim Markenverband dem Branchenmagazin Lebensmitte Praxis.

Auch viele Kosmetik-Produkte schmeißt Edeka raus

Auch mit den Marken L‘Oréal, Melitta und Eckes-Granini streitet Edeka um die Preise und verbannte deren Produkte aus den Regalen. Vorübergehend werden unter anderem Artikel wie Hohes C und Granini-Säfte nicht mehr angeboten. Auch die Kosmetik-Marken von L’Oréal L‘Oréal Paris, Essie, Garnier, Maybelline und NYX Make-Up wurden vorerst aus dem Sortiment gestrichen. In vielen Märkten werden diese Waren bereits knapp.

Lieferstopp gegen Auslistung – wer im Kampf um die besten Preise den längeren Atem hat, wird sich zeigen. Bleiben die Verhandlungspartner unnachgiebig, dürften Kund*innen jedenfalls schon bald bei Edeka vor leeren Regalen stehen.

Im Video: Preis-Ärger - Fliegen diese Kosmetikprodukte bei Edeka bald raus?

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