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Nachfrage nach Fertighäusern steigt trotz Corona

·Lesedauer: 1 Min.

Corona verstärkt den Wunsch nach einem Eigenheim. Die Fertigbauindustrie erwirtschaftet Umsätze in Rekordhöhe und verzeichnet einen Anstieg von fünf Prozent

Der Branche geht es gut. Von Januar bis Juli 2020 wurden laut BDF bundesweit knapp 61.000 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon mehr als 13.000 in Fertigbauweise Foto: dpa
Der Branche geht es gut. Von Januar bis Juli 2020 wurden laut BDF bundesweit knapp 61.000 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon mehr als 13.000 in Fertigbauweise Foto: dpa

Die Nachfrage nach Fertighäusern steigt in Deutschland in der Corona-Pandemie weiter. „Corona hat den Wunsch nach dem Eigenheim deutlich verstärkt“, sagte am Freitag der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), Hans Volker Noller. Die Wertschätzung für ein eigenes Haus mit Garten sei in diesem Jahr noch einmal deutlich gestiegen. „Davon profitiert jetzt auch die Fertigbauindustrie.“

Der Gesamtumsatz der Branche dürfte in diesem Jahr nach einer Prognose des BDF voraussichtlich um rund 5 Prozent auf mehr als 3,2 Milliarden Euro steigen. Von Januar bis Juli 2020 wurden laut BDF bundesweit knapp 61.000 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon mehr als 13.000 in Fertigbauweise. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Baugenehmigungszahl damit insgesamt um 2,6 Prozent an. Der Fertigbau legte sogar um 9,6 Prozent zu.

„Wir rechnen für 2020 mit einem Marktanteil von rund 22 Prozent. Das bisherige Allzeithoch von 20,8 Prozent aus dem Vorjahr werden wir deutlich steigern können“, sagte Noller.

Auch die Zukunftsaussichten beurteilten die meisten Fertigbauhersteller positiv. Bei einer BDF-Umfrage bewerteten 86 Prozent der Befragten die gegenwärtige Geschäftslage als gut. 14 Prozent stuften sie als befriedigend ein. In den nächsten sechs Monaten erwarten 78 Prozent eine gleichbleibende Geschäftslage, vier Prozent eine schlechtere und 18 Prozent eine noch bessere Konjunktur.