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Nach TV-Debatte: US-Amerikaner googeln "Umzug nach Kanada"

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.
Zum Haare Raufen fanden wohl viele US-Amerikaner die erste TV-Debatte der beiden Präsidentschaftsanwärter. (Bild: Mario Tama/Getty Images)
Zum Haare Raufen fanden wohl viele US-Amerikaner die erste TV-Debatte der beiden Präsidentschaftsanwärter. (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Nachdem sie die TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden verfolgt hatten, googelten zahlreiche US-Amerikaner nach den Bedingungen für einen raschen Umzug nach Kanada.

Jedes Mal, wenn in den USA eine politische Katastrophe ansteht, liebäugeln zahlreiche US-Amerikaner damit, in den hohen Norden zu ziehen. Dieser Reflex zeichnet stets ein ganz gutes Stimmungsbild vor allem der liberalen Hälfte der USA-Einwohner. Kein Wunder, dass die Suchanfragen für einen Umzug nach Kanada nach der gestrigen chaotischen TV-Präsidentschaftsdebatte anstiegen.

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Wie unter anderem “Economist”-Datenjournalist G. Elliott Morris berichtete, erreichten die Google-Suchanfragen nach Themen rund um einen Umzug nach Kanada direkt nach der TV-Debatte neue Höhen. Zu den Anfragen gehörte unter anderem “Wie man sich für die kanadische Staatsbürgerschaft bewirbt”. Laut Google-Angaben war der Höhepunkt der Suchanfragen um halb elf erreicht, direkt nach dem Ende der TV-Übertragung.

Anderthalb Stunden lang hatten sich Biden und Trump zuvor gegenseitig unterbrochen, angeschrien, beschuldigt und beleidigt. Der überforderte Moderator Chris Wallace war am Ende seiner Nerven, als er das Duell schließlich beendete.

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Am häufigsten suchten übrigens laut Google US-Bürger in den Bundesstaaten Massachusetts, Ohio und Michigan nach Umzugsmöglichkeiten. Kein Wunder, alle drei Staaten liegen in unmittelbarer Nähe des Nachbarlandes. Viele Kanadier zeigten sich offen für Neuankömmlinge aus den USA, manche nutzten die Gelegenheit für einen Witz auf Kosten der Nachbarn: “Sorry, aber wir haben eine Grenzmauer im Süden gebaut.” Das bezog sich natürlich auf Trumps Vorzeigeprojekt einer Mauer an der US-Grenze mit Mexiko.

Doch andere erinnerten die Nachbarn daran, in ihrem eigenen Land für Demokratie einzutreten und nicht davon zu laufen: “Wir brauchen Stärke und Charakter nebenan.”

Ob die Suchanfragen in den kommenden Wochen bis zur Wahl am 3. November nochmals ansteigen, wird sicher auch daran liegen, wie zivilisiert sich die beiden Kandidaten bis dahin und in den beiden folgenden TV-Debatten verhalten.

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