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In der NBA droht nun ein historisches Fiasko

In der NBA droht nun ein historisches Fiasko
In der NBA droht nun ein historisches Fiasko

Jimmy Butler und die Miami Heat setzen ihren Siegeszug in der NBA weiter fort - zum Leidwesen der Boston Celtics, deren Titeltraum damit zerplatzt scheint.

Nach einem 128:102 der Heat fehlt beim Zwischenstand von 3:0 noch ein Sieg, um die Finals zu erreichen. Das Aus für die bis vor kurzem noch als Meisterfavorit gehandelten Celtics wirkt besiegelt: Noch nie in der NBA-Geschichte gelang es einem Team, einen 0:3-Rückstand aufzuholen.

Ein historisches Szenario ist nun in die eine oder andere Richtung möglich: Zum allerersten Mal könnten beide Halbfinal-Serien 4:0 ausgehen. Auch die Denver Nuggets haben die ersten drei Partien gegen die Los Angeles Lakers mit LeBron James und Dennis Schröder gewonnen. Damit droht nun ausgerechnet den beiden ruhmreichen Rekordmeistern der Liga (je 17 Titel) die doppelte Höchststrafe.

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Besonders schmerzlich ist der sich anbahnende K.o. für die Celtics, die sich eigentlich beste Chancen auf ihren zweiten Titel nach dem Ende der Ära des großen Larry Bird in den Achtzigern ausrechnen konnten. Zuletzt war Boston 2008 mit dem Trio Paul Pierce, Ray Allen und Kevin Garnett auf dem Thron (HINTERGRUND: Warum das legendäre Celtics-Trio lang zerstritten war)

Die Celtics waren das zweitbeste Team der regulären Saison hinter den von den Heat bereits rausgeworfenen Milwaukee Bucks um Superstar Giannis Antetokounmpo. Auch Titelverteidiger Golden State Warriors mit Steph Curry ist schon aus dem Rennen.

Miamis Topstar Butler wirkt bereits sicher, dass das Ding für die Heat durch ist - denn er verhöhnte einen Celtics-Star.

NBA: Lakers und Celtics vor Doppel-Aus - Butler höhnt

Als Boston im ersten Spiel der Serie noch auf dem Weg war, den Sieg zu holen, hatte Al Horford nach einem erfolgreichen Dreier vor der Miami-Bank gefeiert und sich mit einem Bein auf den Boden gekniet. Währenddessen formte er mit den Händen ein T, weil Miami ein Timeout nahm.

Nun drehte Butler den Spieß um. Gabe Vincent versenkte einen Dreier, Miami zog dadurch weiter davon und Butler ging vor Horford mit der gleichen Geste auf die Knie und schaute seinen Gegenspieler belustigt an.

Miami, das nur über das Playin-Turnier in die Playoffs kam, ließ Boston einmal mehr keine Chance.

„Der Korb war für uns so groß wie der Ozean“, erklärte Center Bam Adebayo nach dem Spiel und einer starken Wurfquote von 57 Prozent.

So kam es, dass die Heat bereits zur Pause mit 61:46 führten. Kurios dabei: Bei Miami rückten die Rollenspieler in den Fokus. Gabe Vincent kam mit 29 Punkten auf seine Bestleistung in den Playoffs und Duncan Robinson steuerte 22 Zähler bei.

Butler (16 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists) und Adebayo (13 Punkte) hielten sich zurück und bekamen viele Verschnaufpausen.

Tatum und Brown von der Rolle

Bei den Celtics lief hingegen nichts zusammen. Vor allem Jayson Tatum (14 Punkte) und Jaylen Brown (12 Punkte) enttäuschten auf ganzer Linie.

„Ich habe es nicht geschafft, sie für das Spiel vorzubereiten. Was auch immer es war, was zu dieser Leistung geführt hat, es war mein Fehler“, sprach der junge Trainer Joe Mazzulla Klartext.

Und Smith fügte an: „Man muss ihnen zusprechen, dass sie wirklich gut spielen. Man muss sie respektieren. Selbst Spieler wie Vincent und Robinson, die wir eigentlich kontrollieren müssen, drehen auf.“