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Nächste Runde im VfB-Zoff: "Größte interne Krise"

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Der Führungsstreit beim VfB Stuttgart geht in die nächste Runde - und der Machtkampf zwischen Präsident Claus Vogt und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger spitzt sich dabei immer weiter zu!

Nun weigert sich Vogt "gegen den erklärten Willen meiner beiden weiteren Präsidiumsmitglieder", der für den 18. März geplanten Mitgliederversammlung seine Zustimmung zu geben. Er will die Veranstaltung verschieben und auch nicht im angedachten Rahmen abhalten.

Das teilte er am Mittwoch in einem Schreiben auf der Klubhomepage mit - und erhob erneut schwere Vorwürfe. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Vogt will Mitgliederversammlung bei VfB Stuttgart verschieben

Eigentlich sollte die Versammlung, auf der der Präsident für die kommenden vier Jahre gewählt wird, am 18. März stattfinden, wegen Corona als rein digitale Veranstaltung.

Neben Vogt hatte auch Sportvorstand Hitzlsperger seine Kandidatur angekündigt. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse der Bundesliga)

Vogt erklärte jetzt: "Es bestehen berechtigte Interessen der Mitglieder, dass die Versammlung weder in der beabsichtigten Form als rein digitale Veranstaltung, noch zu dem beabsichtigten Termin bereits am 18.03.2021 stattfindet."

Er sehe "eine offene, transparente, direkte und ehrliche Kommunikation" bei der Veranstaltung nicht gegeben, so der Präsident, der laut Satzung formal einladen muss. Das digitale Format betrachte er "grundsätzlich als Risiko", zumal sich schon die Wahlabstimmung 2019 über WLAN "zum PR-Debakel" ausgeweitet habe.

VfB Stuttgart "in der größten internen Krise" der Geschichte

Der VfB-Präsident richtete in seinem offenen Brief außerdem warnende Worte an die Mitglieder. "Ich befürchte, wir befinden uns in der größten internen Krise, die dieser Verein in seiner auch in der Vergangenheit lebhaften Geschichte erlebt hat", erklärte Vogt.

Der Umgang mit seinen Anregungen (Verlegung auf September, kein reines Online-Format) und den weitergeleiteten Argumenten "aus dem Mitgliederkreis, aus Fan-Clubs, Fan-Kreisen und dem Vereinsbeirat selbst" durch die Vereinsgremien ("meine beiden Präsidiumskollegen unter Einbeziehung des Vereinsbeirates") habe sein "Vertrauen darin, dass die vorgenannten und die noch nachfolgenden Aspekte in unserem Verein ausreichend Berücksichtigung finden, stark erschüttert", betonte Vogt.

Er wolle nicht ins Detail gehen, erklärte der Präsident, "ich musste jedoch feststellen, dass es ein sehr weitgehendes Desinteresse gab, überhaupt eine Diskussion der sehr guten Argumente gegen eine digitale Ausrichtung der Mitgliederversammlung aufzunehmen."

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Datenskandal und Hitzlsperger vs. Vogt

Neben dem Datenskandal und die angebliche Weitergabe von Mitgliederdaten, mit der sich sogar der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte befasst, beschäftigte vor allem der Zoff zwischen Vogt und Hitzlsperger die Schwaben in letzter Zeit.

Hitzlsperger, der sich am Sonntag auf einer Pressekonferenz einmal mehr verteidigte, hatte den Klub-Präsident Vogt in einem offenen Brief kurz vor dem Jahreswechsel scharf attackiert und seine Kandidatur für dessen Amt verkündet. Vogt hatte seinerseits mit einem offenen Brief gekontert und dabei die Fans hinter sich gebracht.

Hitzlsperger entschuldigte sich intern wie öffentlich bei Vogt, die Wogen konnte er damit aber nur bedingt glätten. Der offene Brief sei "sicher nicht meine größte Sternstunde" gewesen, räumte er auch am Sonntag noch einmal ein.

Unterstützung erhielt Hitzlsperger zuletzt von Sportdirektor Sven Mislintat im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1: "Für mich hat Thomas die Glaubwürdigkeit, dass es ihm nicht um Macht geht. Es gibt Probleme und die müssen sie intern lösen. Thomas hat sich für die Wortwahl im Brief entschuldigt und das darf man ihm auch abnehmen."