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"Der nächste Crash wird kommen", sagt der Begründer der Rürup-Rente — so solltet ihr vorsorgen

·Lesedauer: 2 Min.
Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup.
Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup.

Bert Rürup ist als ehemaliger Chef der "Wirtschaftsweisen" einer der einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler des Landes. Nach dem 77-Jährigen ist auch die Rürup-Rente benannt, die 2005 als steuerlich begünstigte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt wurde. Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" äußerte sich der Rentenexperte zum Sparverhalten der Deutschen und zur Zukunft der Altersvorsorge.

Niedrig- und Negativzinsen laden aktuell nicht gerade dazu ein, das Geld auf dem Konto versauern zu lassen. Trotzdem zeigen sich viele Bürger weiterhin Anlage-Scheu. Für Rürup steht fest: Die Deutschen sparen falsch. "Schauen Sie sich Länder an, in denen die Einkommen mit denen in Deutschland vergleichbar sind, beispielsweise in den Niederlanden oder in Schweden. Dort ist das Vermögen der Haushalte nahezu doppelt so hoch wie bei uns", so der Wirtschaftsexperte. Auch die Altersvorsorge leidet darunter.

Vor allem junge Menschen sollten sich daher umorientieren. "Für junge Menschen lautet die Antwort: planmäßiges Aktiensparen", so Rürup im Gespräch mit der "SZ". Doch wird dadurch auch nicht automatisch dem Rentensystem misstraut? Rürup sieht in dem neuen Sparverhalten eher ein "gestiegenes ökonomisches Wissen." Er begrüßt das Sparen mit ETF's und Co. Doch die Anleger müssen wissen: "Der nächste Crash wird kommen." Rürup befürchtet dann eine erneute Ernüchterung am Aktienmarkt, wie nach dem Absturz der als Volksaktie beworbenen Telekom-Aktie zu Beginn des Jahrtausends.

Steueranteil der Rente erhöhen

Doch auch Rürup weiß, dass eine Rentenreform benötigt wird. Die Lebenserwartung steigt, die Babyboomer-Generation geht zunehmend in den Ruhestand und die Rentenkasse ist schon jetzt stark belastet. Um Finanzierungsprobleme zu vermeiden, schlägt Rürup vor, den Steueranteil zu erhöhen. "Das hätte auch zur Folge, dass die Rentner indirekt an der Finanzierung beteiligt würden. Denn auch Rentenempfänger tragen einen beachtlichen Anteil zum Steueraufkommen bei."

Die Parteien planen außerdem (mit Ausnahme der Linken), die gesetzliche Rente um ein ETF-Sparmodell nach schwedischem Vorbild zu erweitern. Für den 77-Jährigen ist das definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch noch lange keine Lösung des Rentenproblems. Er spricht sich stattdessen auch für eine kapitalgedeckte Zusatzvorsorge aus. "Ich würde jedem die Möglichkeit dazu anbieten", so der Rentenexperte. Allerdings soll diese nicht verpflichtend sein.

kh

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