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"Muss man so klar sagen": Bundestrainer kritisiert Wellbrock

·Lesedauer: 2 Min.
"Muss man so klar sagen": Bundestrainer kritisiert Wellbrock
"Muss man so klar sagen": Bundestrainer kritisiert Wellbrock

Erst rann Florian Wellbrock auf der letzten Bahn die Olympia-Medaille über 800 Meter Freistil durch die Finger, dann hagelte es überraschend deutliche Kritik von Schwimm-Bundestrainer Bernd Berkhahn.

„Er hat gemeint, er wäre schnell genug. Er hat die Abstände nicht richtig eingeschätzt, das muss man so klar sagen“, erklärte Berkhahn nach Wellbrocks vierten Platz.

Berkhahn ärgerte sich darüber, dass Wellbrock das Rennen an der Spitze aus seiner Sicht verbummelt hatte. „Er ist ein bisschen abgewichen von dem Plan, den wir eigentlich hatten. Er hätte das Rennen von Anfang an schnell machen müssen. Diesen Vorteil hat er hergeschenkt“, sagte Berkhahn weiter.

„Die Chance war ja offensichtlich“

Ebenfalls bitter: Mit seiner deutschen Rekordzeit aus dem Vorlauf hätte Wellbrock Gold gewonnen. „Die Chance war ja offensichtlich“, sagte Berkhahn.

Wellbrock selbst hatte eine etwas andere Sichtweise auf den Endlauf. „Er habe „vielleicht ein Tickchen zu doll, ein Tickchen zu früh“ den langen Endspurt angezogen.

Nach 750 Meter hatte der 23-Jährige noch auf Goldkurs gelegen. Der erste Olympiasieg für einen deutschen Schwimmer seit Michael Groß 1988 war zum Greifen nahe. Doch keine 30 Sekunden später blieb nur Blech.

Von hinten flog der US-Amerikaner Robert Finke vorbei zu Gold. Auch der Italiener Gregorio Paltrinieri, nach Pfeifferschem Drüsenfieber wieder erstarkt, und der ukrainische Europameister Michailo Romantschuk waren am Ende vor Wellbrock. So blieb ihm nur die bittere Erkenntnis: „Der vierte Platz ist natürlich ärgerlich.“

Noch zwei Chancen für Wellbrock

Die Goldmission ist damit aber noch lange nicht gescheitert - seine Weltmeisterstrecken kommen erst noch. Und bei der WM in Gwangju war Wellbrock über 800 Meter schließlich sogar im Vorlauf ausgeschieden. „Bei der WM waren die 800 Meter viel schlechter und ich habe gezeigt, dass die 1500 Meter danach sehr, sehr gut werden können“, sagte der Magdeburger, der auch noch im Freiwasserschwimmen gute Chancen hat.

Über 1500 Meter geht es aber zunächst erneut gegen die Rivalen wie über 800 Meter. Für Gold sollte sich Wellbrock dann an die taktische Marschroute halten.

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