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Musiala historisch gut! Verrückter Wert des DFB-Teams

Jamal Musiala war einfach nur traurig.

Der mögliche Rücktritt seines Mentors Thomas Müller und das unwürdige Ende einer für ihn so vielversprechenden WM 2022 ließen die Stimmung des größten deutschen Hoffnungsträgers auf den Nullpunkt sinken.

„Jeder“, betonte der Shootingstar vor dem Rückflug in die Heimat, „ist enttäuscht. Bei den nächsten Turnieren müssen wir es besser machen.“ Doch die bange Frage anderthalb Jahre vor der Heim-EM lautet: Mit welchen Spielern?

Dem Bayern-Youngster gehört auf jeden Fall die Zukunft, auch wenn er in Katar nicht mit dem nötigen Glück gesegnet war und trotz zahlreicher Torabschlüsse ohne Treffer blieb. Immerhin legte der 19-Jährige ein Tor auf und war neben Niclas Füllkrug einer der wenigen Lichtblicke im DFB-Team.

Der Offensiv-Künstler wirbelte die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander und sorgte ständig für Unruhe, doch weder bei ihm noch bei seinen Nationalmannschaftskollegen fand der Ball den Weg ins Tor. Oder eben zu selten.

DFB-Team mit meisten Expected Goals bei WM 2022

Und das, obwohl das DFB-Team laut Opta sich die meisten Expected Goals bei der WM 2022 erspielte (10.4!). Nach drei Spielen standen letztlich „nur“ sechs Treffer auf der Habenseite - bei fünf Gegentoren, was mit dem WM-Aus einherging.

Auf den weiteren Plätzen bei den Expected Goals folgen: Frankreich 7.4, Argentinien 6.3, England 5.3 und Spanien 5.2. Doch diese Teams stehen allesamt im WM-Achtelfinale.

Das durchaus mehr drin gewesen wäre, unterstreicht auch der WM-Bestwert von Musiala. Der Youngster hatte mit 12 erfolgreichen Dribblings gegen Costa Rica so viele, wie kein WM-Teilnehmer seit der Datenerfassung 1966!

Nur ließ das DFB-Team trotz dieser guten Werte es zu oft an der Effizienz beim Torabschluss mangeln.

Füllkrug und Kai Havertz waren mit „nur“ zwei Treffern die besten deutschen Torschützen im Wüstenstaat. Thomas Müller dagegen hatte in den ersten beiden Gruppenspielen nicht einmal einen Torabschluss.

VIDEO: Die Nationalmannschaft ist zurück in Deutschland