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Munich Re übertrifft trotz "Sandy" die Erwartungen

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München (dapd). Wirbelsturm "Sandy" hat den weltgrößten Rückversicherer Munich Re nicht vom Kurs abbringen können. Der DAX-Konzern verdiente im vergangenen Jahr unter dem Strich mit 3,2 Milliarden Euro deutlich mehr als geplant, wie Munich Re am Dienstag in München mitteilte. Das Unternehmen will die Dividende von 6,25 auf 7,00 Euro pro Aktie anheben.

Finanzvorstand Jörg Schneider sprach von einem "sehr erfreulichen Gewinn". Im Vergleich zu 2011 stieg der Überschuss um mehr als das Vierfache. Allerdings belasteten die Naturkatastrophen in Japan, Thailand und Neuseeland damals die Bilanz mit 4,5 Milliarden Euro auch mehr als dreimal so stark wie 2012. Dazu kamen hohe Abschreibungen auf Anleihen der europäischen Krisenstaaten.

"Sandy" verursachte ohne Berücksichtigung der staatlichen Überschwemmungsdeckungen Schäden in einer Größenordnung von 25 Milliarden Dollar und kostete die Munich Re vor Steuern etwa 800 Millionen Euro. Das Segment Rückversicherungen steuerte dennoch mit 3,1 Milliarden Euro den Großteil zum Konzerngewinn bei.

Die Versicherungstochter Ergo belastete die Bilanz im vierten Quartal mit rund 130 Millionen Euro. Ergo will bis Anfang 2014 mehr als ein Viertel der 5.000 Stellen im Vertrieb streichen und Einheiten zusammenlegen. Im Gesamtjahr steigerte der Konzern seinen Gewinn mit Erstversicherungen dennoch von 160 Millionen auf 250 Millionen Euro.

Mit den Aktivitäten im internationalen Gesundheitsmarkt rutschte Munich Re im vergangenen Jahr dagegen ins Minus. Grund waren Verluste der US-amerikanischen Tochter Windsor Health Group (WHG) in dreistelliger Millionenhöhe. Inzwischen habe das Unternehmen gegengesteuert und "tiefgreifende Maßnahmen" bei WHG eingeleitet.

Leichter Rückgang beim Neugeschäft

Beim Geschäft mit Rückversicherungen gab es zum Jahreswechsel leichte Einbußen. Die Hälfte der Nicht-Leben-Produkte mit einem Volumen von 9,2 Milliarden Euro stand zur Erneuerung an. Trotz leicht steigender Preise konnte die Munich Re nur Verträge über rund neun Milliarden Euro abschließen.

Der für den Geschäftsbereich zuständige Vorstand Torsten Jeworrek sprach von einer "relativ konstanten" Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. In den bevorstehenden Erneuerungsrunden rechnet er mit "vorwiegend stabilen Preisen".

Munich Re war am Vormittag größter Gewinner im DAX (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) . In einem schwachen Umfeld legte der Rückversicherer in den ersten zwei Handelsstunden um mehr als zwei Prozent auf 136,55 Euro zu.

dapd

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