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Moskau schließt seine EM-Fanzone wegen steigender Corona-Zahlen

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Wegen steigender Corona-Infektionszahlen schließt Moskau seine Fanzone zur Fußball-EM und verbietet alle Freizeitveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern. Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 9000 Neuinfektionen in Moskau - dreimal so viele wie vor zwei Wochen und die höchste Zahl seit Beginn der Corona-Pandemie vor anderthalb Jahren. Fast 90 Prozent der Neuinfektionen seien durch die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus ausgelöst, warnte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin.

Sobjanin sprach von einer "enormen Dynamik" bei der Ausbreitung des Virus, die es bei den vorangegangenen Corona-Wellen nicht gegeben habe. Nach neuesten Daten seien 89,3 Prozent der Betroffenen mit der zuerst in Indien entdeckten Delta-Variante des Coronavirus infiziert, die sich seit einigen Wochen auch in Großbritannien stark ausbreitet.

Russland ist derzeit eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Die Ansteckungszahlen steigen landesweit und besonders in den Metropolen Moskau und St. Petersburg. Zugleich geriet die Impfkampagne ins Stocken. In der Hauptstadt haben von rund zwölf Millionen Einwohnern bislang erst 1,8 Millionen mindestens eine Impfdosis erhalten.

Wegen der in Großbritannien grassierenden Delta-Virusvariante riet Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) deutschen Fans unterdessen von Reisen zu den Halbfinalspielen und zum Finale der Fußball-EM in London ab. Die Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien sei seine "große Sorge", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Er verwies darauf, dass die Bundesregierung Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft hatte. Fußballfans müssten sich deshalb nach einer Reise zu den EM-Spielen in London in Deutschland für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Die italienische Regierung kündigte am Freitag die Wiedereinführung einer Zwangsquarantäne für Reisende aus Großbritannien an. Wer aus Großbritannien einreist, muss fünf Tage in Quarantäne und einen Corona-Test machen.

Portugal verhängte derweil wegen steigender Corona-Infektionszahlen neue Einschränkungen für die Hauptstadt Lissabon. Nicht unbedingt notwendige Reisen in und aus der Hauptstadtregion sind übers Wochenende verboten.

Die spanische Regierung kündigte dagegen ein Ende des Maskenzwangs im Freien an. Ab 26. Juni muss draußen in der Öffentlichkeit keine Maske mehr getragen werden, wie Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag sagte. "In den nächsten Tagen werden unsere Straßen und unsere Gesichter wieder ihr normales Aussehen zurückbekommen", sagte der Regierungschef bei einem Besuch in Barcelona.

gt/pe

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