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Mordprozess gegen Mutter von fünf getöteten Kindern aus Solingen begonnen

·Lesedauer: 2 Min.
Justitia

Im Fall der fünf getöteten Kinder im nordrhein-westfälischen Solingen hat am Montag vor dem Landgericht Wuppertal der Mordprozess gegen deren Mutter begonnen. Die zur Tatzeit 27-jährige Christiane K. muss sich wegen heimtückischer Tötung in fünf Fällen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der sechsfachen Mutter vor, ihre fünf jüngsten Kinder am 3. September 2020 in ihrer Wohnung erstickt beziehungsweise erwürgt zu haben. K. bestreitet die Taten.

Laut Anklagevorwurf verabreichte sie ihren drei Töchtern und zwei Söhnen im Alter von eineinhalb, zwei, drei, sechs und achteinhalb Jahren jeweils hohe Dosen verschiedener Medikamente. Demnach soll sie ihnen Antibrechmittel, Fiebersaft und Medikamente gegen Reiseübelkeit in die Frühstücksgetränke gemischt haben. Als die Kinder ausgetrunken hätten, seien sie schläfrig geworden und eingeschlafen.

Daraufhin habe K. im Badezimmer Wasser in die Wanne gelassen, Badespielzeug bereitgelegt sowie ein mobiles Heizgerät in den Raum gestellt und angeschaltet. Laut Staatsanwaltschaft weckte sie danach ein Kind nach dem anderen und verfuhr nach demselben Muster. Zunächst soll sie ihren drei Töchtern und zwei Söhnen Medikamente in die Frühstücksgetränke gemischt und sie somit schläfrig gemacht haben. Danach habe sie die Kinder einzeln in der Badewanne getötet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte die Taten zwischen 07.20 Uhr und 11.30 Uhr beging, wie Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt vor dem Prozessauftakt erklärte. In diesem Zeitraum habe sie erfahren, dass ihr Ehemann, von dem sie bereits seit längerer Zeit getrennt gelebt haben soll, eine neue Lebenspartnerin habe. Mit dieser soll er ein gemeinsames Foto als Statusmeldung bei Whatsapp hochgeladen haben.

Daraufhin tauschte die damals 27-Jährige laut Staatsanwaltschaft über mehrere Stunden Nachrichten mit ihrer Mutter und ihrem Ehemann über Whatsapp aus. An ihren Mann schrieb sie laut Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt: "Die Kinder sind da, wo ich gleich sein werde." "Explizit angedeutet" habe sie die Taten aber nicht.

Für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer sind zunächst elf Verhandlungstage bis Mitte August angesetzt. Die Angeklagte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Für das Verfahren sind mehrere Zeugen geladen.

ruh/cfm

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