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Mord an Tochter von Putin-Freund: US-Geheimdienste vermuten die Ukraine als Auftraggeber

Duginas Vater, der rechtsnationalistische russische Denker Alexander Dugin, spricht bei der Trauerfeier seiner Tochter Darja. Hinweis: Dieses Foto wird von der russischen Staatsagentur Tass zur Verfügung gestellt. - Copyright: picture alliance/dpa/TASS | Vyacheslav Prokofyev
Duginas Vater, der rechtsnationalistische russische Denker Alexander Dugin, spricht bei der Trauerfeier seiner Tochter Darja. Hinweis: Dieses Foto wird von der russischen Staatsagentur Tass zur Verfügung gestellt. - Copyright: picture alliance/dpa/TASS | Vyacheslav Prokofyev

US-Geheimdienste sollen Medienberichten zufolge davon ausgehen, dass Teile der ukrainischen Regierung den Mordanschlag auf die russische Kriegsunterstützerin Darja Dugina in Moskau genehmigt haben. Ihr Vater ist der bekannte rechtsnationalistische russische Denker Alexander Dugin. Er gilt als Chefideologe und Verbündeter des Kreml-Chefs Wladimir Putin.

Die USA hätten zuvor keine Kenntnis von den Plänen gehabt, berichteten die Zeitung "New York Times" und der Sender CNN am Mittwoch unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Es sei aber offen, wer genau den Anschlag abgesegnet habe. US-amerikanische Regierungsvertreter hätten ukrainische Vertreter wegen des Attentats ermahnt, hieß es weiter.

Das Auto mit der Tochter Dugins am Steuer war am 20. August in der Nähe von Moskau explodiert. US-Ermittler halten es aber nicht für ausgeschlossen, dass das Attentat eigentlich ihrem Vater gegolten hat. Vor allem Russland beschuldigte bereits kurz nach der Tat eine aus der Ukraine stammende Tatverdächtige, die zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Russland macht für das Attentat ukrainische Geheimdienste verantwortlich. Kiew weist bislang jegliche Beteiligung zurück.

DPA/cb