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Montgomery: 'Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren'

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen das Coronavirus hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, gefordert, stärker auf "Impfskeptiker und Impfleugner" zuzugehen. "Wenn wir nicht auch einen Teil dieser Gruppe vom Sinn der Impfung überzeugen, werden wir die Herdenimmunität nicht erreichen", sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante erklärte er: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich früher oder später mit dem Coronavirus infizieren."

Zuvor hatten schon andere Experten gewarnt, dass die befürchtete Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland das Erreichen der Herdenimmunität weiter erschweren könnte. "Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Robert Koch-Institut sind inzwischen 31,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 51,2 Prozent haben zumindest eine Impfung. Eine Durchimpfungsrate von 85 Prozent ist aus Sicht des Immunologen Watzl nur schwer erreichbar, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für Minderjährige keine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Montgomery vertrat die Ansicht, dass eine weitgehende Durchimpfung der erwachsenen Bevölkerung notwendig sei. Die Kinder machten 17 bis 18 Prozent der Bevölkerung aus. Für sie sei auch die Delta-Variante weitgehend harmlos, so dass es voraussichtlich bei der Einschätzung bleibe, dass man für Kinder die Impfung nicht empfehlen könne. "Wir können die Kinder nicht für den Schutz der Gesellschaft impfen."

Die Kassenärzte fordern mehr Tempo beim Impfen. "Wir stehen in einem Wettlauf mit der Zeit. Je mehr Menschen in den nächsten Tagen und Wochen beide Impfungen erhalten werden, umso geringer wird der Einfluss der Delta-Variante sein", sagte Andreas Gassen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Um schneller zu werden, müssten noch mehr Impfstoffe geliefert werden. "Es ruckelt noch zu sehr in der Mengenauslieferung. Das geht zulasten der Planbarkeit."

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