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Monatlich 1.200 Euro Einkommen? Grundeinkommen klingt interessant, könnte Schwachstellen besitzen!

·Lesedauer: 3 Min.
Square-Aktie Bankgeschäft

Es ist eine nette Idee: Ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 Euro. In Deutschland startet die Expedition Grundeinkommen derzeit einen Modellversuch, der wesentliche Aspekte hierbei untersuchen soll. Ohne Zweifel: Das Projekt und die Ergebnisse könnten überaus relevant sein.

Schon heute sehe ich jedoch gewisse Grenzen, was sich an einem Beispiel verdeutlichen lässt: der Möglichkeit, eine Dividende zu erhalten. Riskieren wir heute einen vergleichenden Blick auf diese beiden Faktoren. Sowie auf mögliche Schwachstellen, die ein monatliches Grundeinkommen besäße, egal in welcher Höhe.

Monatliches Grundeinkommen: Die Relativität

Ein monatliches Grundeinkommen kann definitiv in gewissen Situationen helfen. Beispielsweise bei Studierenden eine Mindestsicherung garantieren. Oder auch für andere besondere Situationen einen Zugang zum Einkommen ermöglichen, ohne direkt einen Gang in Richtung Sozialämter anstreben zu müssen. Ohne Zweifel und ohne Einschränkung: Das ist ein überaus wichtiger Vorteil. Was jedoch die Qualität eines solchen Vorhabens angeht, müssen wir zwangsläufig die Relativität des Geldes bedenken.

Geld ist überaus relativ und ein monatliches Grundeinkommen dürfte den Wert bedeutend relativieren. 1.200 Euro extra jeden Monat im Portemonnaie dürften zwar im ersten Moment alles andere als schlecht klingen. Jeder dürfte damit etwas anzufangen wissen. Allerdings verschiebt ein Einkommen in dieser Höhe die Verhältnisse.

Insbesondere im Niedriglohnsektor aber eigentlich überall dürfte das Interesse weniger vorhanden sein. Wozu für weitere 1.000 Euro arbeiten, wenn es 1.200 Euro einfach so gibt? Natürlich gilt es, in Forschungen darzulegen, welcher Effekt vorhanden ist. Aber auch ein Bäcker könnte sich überlegen: Wenn ich 1.200 Euro extra erhalte, wozu für weitere wie viel auch immer morgens in der Früh anfangen, Brötchen zu backen? Das Preisgefüge könnte sich verschieben, um etwas mehr Abstand zu den Personen mit einem Grundeinkommen zu erhalten. Wie gesagt: Geld ist relativ.

Das ist für mich ein großes Problem. Im Endeffekt verschieben wir mit einer solchen Idee in gewisser Weise eine Armutslinie. Die besagten 1.200 Euro im Monat könnten die neue Untergrenze sein. Gering entlohnte Arbeit dürfte weniger attraktiv sein, Preise im Umkehrschluss mit womöglich steigenden Lohnkosten in die Höhe schießen. Relativ gesehen könnten wir schnell an einem ähnlichen Ausgangspunkt wie heute sein. Nur mit Grundeinkommen anstatt Grundsicherung. Und eben dem besagten Vorteil, dass in gewissen Situationen ein Gang zu Ämtern erspart bliebe.

Dividendeneinkommen steuerlich privilegieren

Mein Ansatz wäre daher, ein Dividendeneinkommen in gewisser Höhe steuerlich zu privilegieren und so vielen Privatinvestoren zu ermöglichen, ein passives Einkommen aufzubauen. Der Vorteil hierbei: Die Einkünfte sind absolut begrenzt und nicht von der Bevölkerungsanzahl abhängig. Lediglich die Summe derjenigen, die ihren Anteil hiervon erhält, könnte sich verschieben.

Auch das könnte natürlich zu einer Verschiebung führen. Allerdings womöglich nicht zu einer fixen Verschiebung einer möglichen Armutslinie in Richtung des Grundeinkommens von 1.200 Euro. Wie gesagt: Ich finde die Idee in der Theorie gut, sehe in der Praxis jedoch mögliche Baustellen. Allerdings verfolge ich das Thema ebenfalls mit großem Interesse.

Der Artikel Monatlich 1.200 Euro Einkommen? Grundeinkommen klingt interessant, könnte Schwachstellen besitzen! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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