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Mogelpackung im November: Müsli 75 Prozent teurer

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Teuer, teuer, teuer statt lecker, lecker, lecker: Durch eine Füllmengenreduzierung zahlen Kunden nun 75 Prozent mehr für ein viel beworbenes Müsli.

Bowl of Granola with Dried Fruit
(Beispielbild: Getty Images)

Woche für Woche gehen etliche Beschwerden zu Mogelpackungen im Lebensmittelhandel bei der Verbraucherzentrale Hamburg ein. Um über Preiserhöhungen hinwegzutäuschen, greifen manche Hersteller sehr tief in die Trickkiste.

Dann ist in einer Chips-Packung plötzlich mehr Luft als Inhalt, Käsescheiben werden dünner geschnitten oder im Weichspüler ist auf einmal „mehr drin“, aber der Preis steigt überproportional.

Die Verbraucherzentrale Hamburg sammelt die versteckten Preiserhöhungen und veröffentlicht sie regelmäßig in der Mogelpackungsliste auf ihren Internetseiten. Für besonders dreiste Vergehen vergibt die Verbraucherzentrale den unrühmlichen Titel „Mogelpackung des Monats“.

Neuer Name, viel höherer Preis

Im November fiel die Wahl nicht schwer: ein Müsli von Seitenbacher. Das verkauft der Hersteller nun unter neuem Namen, mit reduziertem Inhalt und zu einem höheren Preis. Statt dem bisherigen Vollkorn-Früchte-Müsli mit 1000 Gramm Inhalt für 3,79 Euro steht nun das Frucht Müsli mit 750 Gramm Inhalt für 4,99 Euro im Regal. „Unterm Strich hat sich das Müsli um über 75 Prozent verteuert. Der Hersteller lässt sich dazu eine ,billige‘ Ausrede einfallen“, so die Verbraucherzentrale Hamburg.

Angeblich neues Produkt

Das Frucht Müsli sei ein neues Produkt mit neuer Artikelnummer, antwortet Seitenbacher auf Nachfrage der Verbraucherschützer. Doch das wollten die so nicht stehenlassen und haben die Zutaten beider Produkte sortiert, um den genauen Inhalt feststellen zu können.

Ergebnis: Abgesehen von einer geringen Menge Honig sind in beiden exakt die gleichen Zutaten drin.

Wie die Untersuchung genau von statten ging, zeigt die Verbraucherzentrale in einem Video, in dem sie auch die Seitenbacher-Werbespots gleich mit auf die Schippe nimmt:

Seitenbacher erlangte in den 90ern Berühmtheit durch Radiospots, die vom Firmenchef Willi Pfannenschwarz auch heute noch persönlich produziert und gesprochen werden. Die leiernde Stimme mit ausgeprägtem, badischen Dialekt kennt sicher fast jeder.

Aber der Slogan müsste nun wohl umgedichtet werden, meint die Verbraucherzentrale: Von „Seitenbacher-Müsli – lecker, lecker, lecker!“ in „Frucht Müsli von Seitenbacher – teuer, teuer, teuer!“

Helfen Sie mit!

Mogelpackungen und versteckte Preiserhöhungen sind leider keine Seltenheit. Beim Einkaufen bleibt oft nicht die Zeit, jedes Mal das Kleingedruckte auf den Verpackungen zu lesen. Deshalb hat es sich die Verbraucherzentrale Hamburg zur Aufgabe gemacht, immer wieder auf Mogelpackungen hinzuweisen.

Wenn Ihnen auch Mogelpackungen auffallen, freut sich die Verbraucherzentrale Hamburg über eine kurze Meldung per E-Mail an ernaehrung@vzhh.de oder über das Kontaktformular auf ihrer Internetseite.

Weitere Informationen zu aktuellen Mogelpackungen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg und auf der Facebook-Seite der Verbraucherschützer.

Video: Für das Müsli - Erdbeerchips einfach selber machen