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Moderna will Impfstofffabrik auf dem afrikanischen Kontinent aufbauen

·Lesedauer: 2 Min.
Corona-Impfstoff von Moderna (AFP/Joseph Prezioso)

Der US-Pharmakonzern Moderna will eine Fabrik für mRNA-Impfstoffe auf dem afrikanischen Kontinent bauen. Das Unternehmen werde eine "hochmoderne mRNA-Produktionsstätte in Afrika zur Herstellung von bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen pro Jahr" errichten, erklärte Moderna am Donnerstag. Moderna hatte bereits zuvor bekanntgegeben, die Produktion seines mRNA-Vakzins global hochzufahren. Im August kündigte der Konzern außerdem an, eine Fabrik in Kanada zu eröffnen.

Unklar blieb indes wo auf dem afrikanischen Kontinent die Impfstofffabrik entstehen soll. "Das Verfahren zur Auswahl von Land und Standort soll in Kürze beginnen", erklärte das Unternehmen. Ein Datum für die Eröffnung wurde nicht genannt. Laut eigenen Angaben rechnet das Unternehmen mit Investitionen von bis zu 500 Millionen Dollar (432,42 Millionen Euro). In der Produktionsstätte soll der Impfstoff sowohl hergestellt als auch abgefüllt werden können.

US-Firmen kamen zuletzt verstärkt unter Druck, ihre Patente auf Impfstoffe gegen das Coronavirus aufzugeben. Dieser Schritt soll helfen, mehr Impfstoff in Regionen zu produzieren, die bisher nur unzureichend mit Impfdosen versorgt wurden. Nach Angaben des für Afrika zuständigen Büros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben bisher die Hälfte der afrikanischen Länder, die Impfstoffdosen erhalten haben, weniger als zwei Prozent ihrer Bevölkerung vollständig geimpft.

Im Juli hatten Pfizer und Biontech eine Partnerschaft mit der Biovac Gruppe angekündigt. Sie planen demnach, ihren Impfstoff ab 2022 im südafrikanischen Kapstadt abzufüllen. Die Herstellung der sogenannten Botschafter-RNA - der komplizierteste und wichtigste Schritt der Impfstoffherstellung - wird jedoch weiterhin in Europa durchgeführt.

"Für uns steht die Arbeit von Moderna erst am Anfang", erklärte Vorstandschef Stéphane Bancel. Das Unternehmen sei entschlossen, "die gesellschaftliche Wirkung von Moderna durch die Investition in eine hochmoderne mRNA-Produktionsanlage in Afrika zu erweitern". In der Anlage sollten "unser COVID-19-Impfstoff sowie weitere Produkte aus unserem mRNA-Impfstoffportfolio" hergestellt werden, erklärte Bancel weiter.

fho/jm

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