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Modellprojekt: Siemens, Baywa & Co dürfen in Bayern ohne Priorisierung impfen - für alle anderen soll sie im Mai aufgehoben werden

Robin Wille
·Lesedauer: 2 Min.
Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege
Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will die Impfungen mit Modellprojekten und Betriebsärzten in seinem Bundesland vorantreiben. Am Dienstag teilte er mit, dass zehn Modellbetriebe ausgewählt wurden. „Gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft haben wir eine ausgewogene Auswahl getroffen mit unterschiedlich großen Betrieben aus Hochinzidenzgebieten und aus allen Regierungsbezirken sowie unterschiedlichen Branchen", sagte Holetschek. Der Start sei noch für diese Woche geplant.

Zu den Unternehmen zählen: das Arvena Hotel in Nürnberg, BayWa Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, Magnet-Schultz in Memmingen, Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham und Wacker Chemie in Burghausen.

Über 300 bayerische Unternehmen würden gerne ihre Belegschaft impfen

Das Konzept sehe vor, dass anschließend sukzessive weitere Unternehmen in den Impfbetrieb eingebunden werden. Holetschek hatte bereits am Sonntag gefordert, die Betriebsärzte zügig in die Impfkampagne einzubeziehen, „um im Impfturbo noch einen Gang höher schalten zu können“. In der bayerischen Impfallianz unter dem Dach der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft haben sich bereits über 300 Unternehmen zusammengefunden, die gerne ihre Belegschaft über Betriebsärzte impfen würden.

"Mehr als einen Monat vor den bundesweit geplanten Betriebsimpfungen stellt Bayern den Betriebsärzten für die Modellprojekte in stark infektionsbelasteten Regionen rund 50.000 Impfdosen unterschiedlicher Hersteller und Impfzubehör zur Verfügung. Der Impfstoff wird über die jeweiligen Impfzentren an die Unternehmen zugeteilt und dort verimpft“, sagte Holetschek.

Impfpriorisierung bis Ende Mai aufheben

Bayern prescht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter vor. Das Bundesland will die Impfpriorisierung bis Ende Mai aufheben, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mitgeteilt. Der Schwerpunkt solle auf Betrieben und Familien liegen, sagte Söder.

"Das anfangs notwendige Korsett der verschiedenen Impfregelungen des Bundes, insbesondere die Impfpriorisierung, ist nicht mehr angebracht. Es muss gelockert werden, damit Impfungen in ganzen Betrieben und Behörden, in Familien und Abschlussklassen erfolgen können", teilte die Bayerische Staatskanzlei mit.

Vollständig Geimpfte werden mit negativ Getesteten gleichgestellt

Das Kabinett hat außerdem beschlossen, dass vollständig Geimpfte in Bayern ab Mittwoch negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt werden. Der Freistaat setzt damit diesen Punkt früher um als der Bund. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vorweisen müssen. Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmbädern, seien aber nicht vorgesehen.

Wer zweimal geimpft sei und "nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden", sagte Söder. Die Grundrechte müssten so schnell es geht, zurückgegeben werden.

Mit Material von dpa