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'MM': Autokonzerne wollen Kartendienst Here per Spac an die Börse bringen

·Lesedauer: 1 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Die deutsche Autoindustrie will einem Pressebericht zufolge den Kartendienst Here an die Börse bringen. Dies solle über die Verschmelzung mit einer Zweckgesellschaft, einem sogenannten Spac (Special Purpose Acquisition Company) zu einer hohen Bewertung geschehen, berichtete das "Manager-Magazin" am Donnerstag unter Berufung auf Beteiligte. Die Eigentümer, zu denen vor allem BMW <DE0005190003>, Daimler <DE0007100000> und die VW <DE0007664039>-Tochter Audi zählen, hätten dazu über den Aufsichtsrat ihr Okay gegeben, fast alle Details seien geklärt. Ein BMW-Sprecher wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

Die Eigentümer erwarteten in etwa eine Verdoppelung der Einstiegsbewertung, hieß es im Bericht. Audi, BMW und Daimler hatten Here 2015 vom finnischen Technologiekonzern Nokia <FI0009000681> für rund 2,6 Milliarden Euro übernommen, um nicht abhängig von den Kartendiensten aus dem Silicon Valley wie etwa Google <US02079K1079> Maps zu werden. Ziel war es unter anderem, mit hochauflösenden und immer wieder durch Fahrzeugdaten aktualisierte Karten das automatisierte Fahren möglich zu machen. Die Autoindustrie hatte sich immer offen für neue Investoren gezeigt, nach der Übernahme sind auch mehrere bei Here eingestiegen, unter anderem die Zulieferer Bosch und Continental <DE0005439004> und der US-Chipriese Intel <US4581401001>.

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