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Mittelstands-Präsident Mario Ohoven bei Verkehrsunfall ums Leben gekommen

·Lesedauer: 2 Min.

Der Finanzberater hat als Präsident den Bundesverband mittelständische Wirtschaft nachdrücklich geprägt. Viele Bundespolitiker drücken ihr Beileid aus.

Mario Ohoven suchte immer die breite Öffentlichkeit. Über zwei Jahrzehnte lang war er das Gesicht des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). Und so ist dort die Trauer und Bestürzung groß: Ohoven ist am Wochenende bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, wie der BVMW am Sonntag mitteilte. „Wir verneigen uns in respektvoller Dankbarkeit vor seinem unvergleichlichen Lebenswerk“, hieß es in der Mitteilung.

Ohoven wurde 1946 im nordrhein-westfälischen Neuss in eine in der Hanfspinnerei und Papierindustrie erfolgreichen Unternehmerfamilie hineingeboren. Er selbst lernte Bankkaufmann und baute dann einen Finanzvertrieb auf, der nach eigenen Angaben zu den Marktführern auf dem Gebiet der Vermögensanlagen gehörte und Investitionsvorhaben im Volumen von mehreren Milliarden Euro vorantrieb. Ohoven galt als begnadeter Verkäufer.

Besonderes Augenmerk galt dabei, so schrieb er selbst auf seiner Homepage, der Entwicklung „steueroptimierter Investitionsmöglichkeiten“ – was ihn allerdings zu einer umstrittenen Figur machte. Nicht zuletzt, als Anlegerprozesse wegen von Ohovens Firma aufgelegter Filmfonds, die floppten, ins Rollen kamen. Im Jahr 2005 hatte der Lobbyist sein Unternehmen Investor- und Treuhand-Beteiligungsgesellschaft verkauft.

Bekanntheit sicherte dem Unternehmer seine Rolle beim Mittelstandsverband, den er als Präsident seit 1998 prägte. Von dieser Prominenz profitierte auch seine Frau Ute-Henriette Ohoven, die unter anderem Sonderbotschafterin der Unesco ist und zeitweilen als Deutschlands Charity-Lady Nummer eins rangierte.

Beim BVMW, in dessen Namen sich Ohoven noch am Freitag kritisch zur EEG-Novelle äußerte, heißt es, er habe die Lobbyorganisation zum führenden Mittelstandsverband in Deutschland geformt. Und weiter: „Durch seine charismatische Persönlichkeit hat er weit über den BVMW hinaus Menschen für das Unternehmertum begeistert. Unser Auftrag ist es, sein Vermächtnis, seine Ziele und Ideen für den Mittelstand weiterzuentwickeln und zu erfüllen.“

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, Ohoven habe Großes für die mittelständische Wirtschaft geleistet. „Ich habe ihn sehr geschätzt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Mitarbeitern“, schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Alexander Lambsdorff lobte die Verdienste Ohovens: „Er hat in der Politik wie kein Zweiter für den Mittelstand gekämpft“, erklärte Lambsdorff auf Twitter. „Ich war nicht immer seiner Meinung, aber mit ihm hat auch Streiten Spaß gemacht.“