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Mit 5 Euro pro Tag zur Million

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Reichen 5 Euro täglich, um irgendwann eine Million auf dem Konto zu haben? Ja, sagen Finanzexperten. Aber neben dem finanziellen Einsatz müssen künftige Millionäre drei wichtige Eigenschaften besitzen.

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(Bild: Getty)

Geben Sie auch öfter mal Geld für unnötigen Kram aus? Etwa ein Kleidungsstück, das sein Dasein für immer im Schrank fristet, Nippes, der nicht mehr gefällt, wenn er erst einmal im Wohnzimmer steht oder ein Buch, das Sie nie lesen?

Das Geld dafür ließe sich mit Sicherheit besser investieren, etwa um nebenbei Millionär zu werden. Denn dafür reichen schon 5 Euro am Tag, sind sich Finanzexperten sicher.

So früh wie möglich anfangen

Natürlich lässt sich die Million nicht von heute auf morgen verwirklichen. Wer im Alter ein gutes finanzielles Polster sein Eigen nennen will, sollte so früh wie möglich mit dem Sparen beginnen. Und damit sind wir schon bei den ersten beiden wichtigen Eigenschaften, die ein künftiger Millionär besitzen muss: Disziplin und Geduld.

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„Geduld deswegen, da der Zinseszinseffekt oder auch Renditerenditeeffekt so richtig an Fahrt gewinnt, je mehr Zeit er dafür zur Verfügung hat. Disziplin braucht man daher, um den losgetretenen Mechanismus zum Reichtum nicht auf dem Weg dahin zu stoppen. Oftmals kommt einem alles zu langsam vor oder man erleidet Rückschläge im Leben. In diesen Situationen muss man stark bleiben und davon absehen, die langfristige Vision über Bord zu werfen“, so das Finanzdienstleistungsunternehmen Motley Fool.

Reines Sparen reicht nicht aus

Jeden Tag ein paar Euro in die Sparbüchse zu stecken oder unter die Matratze zu legen, reicht leider nicht aus, um es zum Millionär zu bringen. Denn es ist wichtig, langfristig hohe Renditen zu erzielen. Sparpläne oder Festgeldangebote von Banken sind nicht geeignet, denn die Zinssätze dafür gehen gen 0 oder liegen maximal rund um 1 Prozent.

Damit kommen wir zur dritten wichtigen Eigenschaft, die ein künftiger Millionär mitbringen muss: Mut. Denn hohe Renditen lassen sich nur mit der Investition in Aktien erzielen und das setzt beim Anleger ein gewisses Maß an Risikobereitschaft voraus.

Schon mit drei Euro ein halber Millionär

Allen die nicht ein ganz so großes Risiko eingehen wollen, empfiehlt Motley Fool, in ETFs zu investieren. In diesen Fonds stecken eine Vielzahl von Aktien. Anleger brauchen sich nicht mit den Unternehmen selbst zu beschäftigen, legen breitgefächert an und minimieren so das Risiko.

„Außerdem profitiert man dadurch auch vom Kostendurchschnittseffekt. Das bedeutet, man erwirbt in Zeiten, wo die Kurse hoch stehen, weniger Anteile, dafür mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig stehen. Dadurch erhält man einen soliden Durchschnittswert“, erklären die Experten.

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Sie rechnen vor: Mit einer einmaligen Investition von 5.000 Euro in einen ordentlichen ETF und einem dazugehörigen Sparplan von 90 Euro im Monat (3 Euro am Tag) könnten nach 50 Jahren 545.707 Euro zusammenkommen (ausgehend von 7 Prozent Rendite und unter Berücksichtigung von 0,25 Prozent Kosten für den ETF im Jahr).

Mit Mut schneller zum Millionär

50 Jahre scheinen eine lange Zeit zu sein. Doch wer bereits mit 18 Jahren anfängt zu sparen, hat pünktlich zum Rentenalter ein beachtliches Sümmchen zusammen. Wenn es schneller gehen soll bis zur Million, ist mehr Risikobereitschaft angesagt.

Doch die zahlt sich vor allem auf Dauer gesehen aus, denn sinkende Aktienkurse gleichen sich über einen langen Zeitraum meist wieder aus. Die Belohnung sind häufig zweistellige Renditen. So mussten etwa Anleger umgerechnet weniger als fünf Euro pro Tag in den vergangenen 35 Jahren in den Barings Hong Kong China investieren, um heute eine Million auf dem Konto zu haben, wie das Portal Finanzen100 berichtet.

Coronakrise: Anleger scheuen das Risiko

Und auch bei den Fonds Barings Europe Select A GBP sowie Threadneedle American Sel. GBP durften sich Anleger laut dem Portal über den sorgenfreien Ruhestand per Million freuen. Auch wenn das Eintrittsgeld mit 6,24 Euro beziehungsweise 8,56 Euro pro Tag etwas höher gewesen sei.

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