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Ministerium: Corona-Impfungen in Praxen erst bei mehr Impfstoff

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Für breiter angelegte Corona-Impfungen in normalen Arztpraxen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zunächst größere Impfstoff-Lieferungen nötig. Sobald es die Verfügbarkeit zulasse, solle "der maßgebliche Teil der Impfungen" in die Praxen und die Versorgung der niedergelassenen Ärzteschaft übergehen, heißt es in einem Informationspapier des Ministeriums für den "Impfgipfel" von Bund und Ländern am Montag. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zunächst berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber.

Etwa 50 000 in Frage kommende Praxen könnten dann nach Angaben der Kassenärzte mehr als fünf Millionen Impfungen pro Woche vornehmen. Der Wechsel ergebe aber erst Sinn, wenn für Transport und Lagerung in den Praxen geeignete Impfstoffe für mindestens drei Millionen Impfungen pro Woche zur Verfügung stünden.

Derzeit laufen die Impfungen in regionalen Impfzentren der Länder - auch, weil der zuerst zugelassene Biontech <US09075V1026>-Impfstoff aufwendig zu kühlen ist. Nach Rückmeldungen der Länder sei die aktuell aufgebaute Kapazität der Impfzentren für mehr als 200 000 Impfungen pro Tag bei regulären Öffnungszeiten ausgelegt, heißt es im dem Papier weiter. Bei Bedarf seien kurzfristige Erweiterungen möglich. Bisher seien an einzelnen Tagen Spitzen von etwa 100 000 Impfungen erreicht worden.