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Ministerin in Sorge wegen Azubi-Mangels - Thema bei Kabinettsklausur

BERLIN (dpa-AFX) - Vor der Kabinettsklausur an diesem Dienstag und Mittwoch hat sich Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger besorgt über die Entwicklung am Ausbildungsmarkt gezeigt und für die Berufsausbildung geworben. "Akademische und berufliche Bildung sind unterschiedlich, aber gleichwertig. Beides sind tolle Sprungbretter für ein erfolgreiches Berufsleben", sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Sie sehe mit großer Sorge, dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf dem Niveau der Corona-Pandemie zu stagnieren drohe. "Gut ausgebildete Fachkräfte sind unser Kapital." Viel zu viele Ausbildungsplätze blieben unbesetzt, sagte Stark-Watzinger. "Dabei brauchen wir dringend mehr kluge Köpfe und fleißige Hände für Transformation, Wachstum und Wohlstand."

Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel in vielen Branchen unter anderem im Handwerk macht der Wirtschaft zunehmend zu schaffen. Auf der Klausur in Meseberg nördlich von Berlin will das Bundeskabinett darüber beraten. Eingeladen sind dazu die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, und die Bosch-Geschäftsführerin und -Arbeitsdirektorin Filiz Albrecht.

Die Ampel hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, mit einer "Exzellenzinitiative Berufliche Bildung" die Berufsausbildung in Deutschland attraktiver zu machen. Laut Stark-Watzinger geht es dabei unter anderem um einen Ausbau der beruflichen Orientierung an den Schulen. Zudem soll es Verbesserungen bei der beruflichen Weiterqualifizierung geben. Im FDP-Wahlprogramm zur Bundestagswahl hieß es außerdem, man wolle über einen bundesweiten Exzellenzwettbewerb "die besten Ideen zur Zukunft der beruflichen Bildung mit hochrangigen Auszeichnungen und mehrjährigen Zuschüssen fördern".