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Ministerin: Neue Bauförderung für Familien startet im Juni

BERLIN (dpa-AFX) -Bundesbauministerin Klara Geywitz hat eine neue Eigentumsförderung für Familien ab Juni angekündigt. Berechtigt seien Familien mit einem Jahreseinkommen bis 60 000 Euro plus 10 000 Euro je Kind, sagte die SPD-Politikerin der "Welt am Sonntag". Für das Programm der staatlichen Förderbank KfW mit zinsgünstigen Krediten stünden 350 Millionen Euro im Jahr bereit. Bei einer Zinsverbilligung sei der Hebel besser als bei jährlichen Direktzahlungen nach dem Kauf, argumentierte Geywitz. "Wir erreichen also eine höhere Förderwirkung pro eingesetztem Euro als beim Baukindergeld."

Geywitz verteidigte zudem die Entscheidung der Bundesregierung, KfW-Förderprogramme in Milliardenhöhe zu streichen. Sie könne zwischen Zuschüssen und Fertigstellungen keinen direkten Zusammenhang erkennen. So hätten 2021, als es die Förderprogramme noch gab, perfekte Bedingungen mit niedrigen Zinsen, ohne Krieg und ohne Sanktionen geherrscht. "Doch das hat sich überhaupt nicht in steigenden Fertigstellungen niedergeschlagen", sagte die Ressortchefin. Dafür seien die Preise für neue Häuser noch einmal deutlich gestiegen. Wenn der Staat viel Fördergeld in einen Markt mit begrenzten Kapazitäten und hoher Nachfrage gebe, führe das zu steigenden Preisen, aber nicht zu höheren Stückzahlen.

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Mathias Schäfer, forderte die Bundesregierung auf, jetzt schnell über die künftige Familienförderung zu entscheiden und diese dann verlässlich auf den Weg zu bringen. Gerade der private Familienhausbau habe viel mit Verlässlichkeit und Sicherheit zu tun: "Nach dem Förderhickhack des letzten Jahres muss wieder Vertrauen bei Baufamilien und Bauwirtschaft einkehren."

Die Bundesregierung hat eigentlich das Ziel, dass in Deutschland jährlich 400 000 Wohnungen gebaut werden sollen. Unter anderem wegen gestiegener Kosten und Materialmangel wird die Marke verfehlt: Die Branche geht davon aus, dass es im vergangenen Jahr 280 000 waren und in diesem Jahr 245 000 sein werden.