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Mindestens ein Toter bei schwerer Explosion in Leverkusener Chemiepark

·Lesedauer: 2 Min.
Rauchsäule über dem brennenden Tanklager

Bei einer Explosion mit anschließendem Großbrand in einem Tanklager eines Chemieparks im nordrhein-westfälischen Leverkusen ist am Dienstag mindestens ein Arbeiter ums Leben gekommen. Vier weitere Mitarbeiter wurden nach Angaben der Betreiberfirma Currenta sowie der Stadt Leverkusen zunächst vermisst, ihr Schicksal war noch unklar. Zudem gab es insgesamt 16 Verletzte, darunter einen lebensgefährlich Verletzten sowie einen Schwerverletzten.

Nach Angaben der Werksleitung hatte sich die Detonation aus noch ungeklärter Ursache im Tanklager der Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks ereignet, in der Produktionsrückstände der dort ansässigen Firmen gesammelt und entsorgt werden. Drei Tanks mit organischen Lösungsmitteln gerieten in Brand. Helfer der Werks- und Stadtfeuerwehr brauchten mehrere Stunden, um das Feuer zu löschen. Zeitweise wurde mehrere Autobahnen gesperrt, wegen der Rauchwolke wurden Warnungen für die Bevölkerung herausgegeben.

Die Bürger waren aufgerufen, Wohnungen und Häuser vorsichtshalber nicht zu verlassen sowie das betroffene Gebiet zu meiden. Ob die Rauchwolke und daraus herabfallende Niederschläge giftige Stoffe enthielten, war zunächst unklar. Die Analysen dazu liefen am Nachmittag. Laut Stadt waren allen Messwerte zunächst allerdings "im grünen Bereich".

Die schwere Detonation hatte am Dienstagvormittag gegen kurz vor 10 Uhr die von der Chemieindustrie geprägte Stadt erschüttert. Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) sprach vor Journalisten von einer "immensen Explosion". Das Unglück sei "ein tragischer Tag" für seine Stadt, die Gedanken seien bei der Familie des Toten und den Verletzten.

In den betroffenen Tanks befanden sich nach ersten Einschätzungen der Betreiberfirma etwa 600.000 bis 900.000 Liter Lösungsmittel. Durch den Einsatz der Feuerwehr, die unter anderem Unterstützung aus Köln erhielt, war die Lage im Tanklager bis zum Nachmittag unter Kontrolle. Es bestehe keine "akute Gefährdungslage" mehr, betonte der Chef des Chemieparkbetreibers, Lars Friedrich, vor Journalisten. Die Gefahr sei allerdings noch nicht vollständig gebannt worden. Zudem liefen die Suchmaßnahmen auf Hochtouren.

bro/cax

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