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Mindestens 9 Luxus-Yachten im Besitz russischer Oligarchen sollen ihre Ortungssysteme nach Beginn des Ukraine-Krieges abgeschaltet haben

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Die Galactica Super Nova soll vom Radar verschwunden sein.
Die Galactica Super Nova soll vom Radar verschwunden sein.

Die Ortungssysteme an Bord von mindestens neun Luxus-Yachten, die russischen Mogulen gehören sollen, wurden nach dem Einmarsch in die Ukraine abgeschaltet, berichtet das Nachrichtenmagazin Bloomberg.

Die Ortungssignale der Yachten wurden zwischen dem 24. Februar, dem Tag, an dem Russland mit der Invasion begann, und dem 11. März, als US-Präsident Joe Biden zusätzliche Sanktionen gegen Oligarchen ankündigte, abgeschaltet, so Bloomberg unter Berufung auf eigens zusammengestellte Daten.

Die meisten der von Bloomberg identifizierten Yachten, die zwischen diesen Daten abgetaucht sind, stehen mit russischen Oligarchen in Verbindung, die auf westlichen Sanktionslisten stehen. Grund für die Sanktionen gegen sie ist größtenteils eine starke Verbindung zum inneren Kreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Einige wenige Schiffe können laut Bloomberg mit russischen Tycoons in Verbindung gebracht werden, gegen die zu diesem Zeitpunkt noch keine Sanktionen verhängt worden waren.

Auch eine 80-Mio-Dollar-Yacht darunter

Auf der Website der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) heißt es, dass alle Schiffe ab 300 Tonnen brutto, die auf internationalen Fahrten unterwegs sind, Ortungssysteme, sogenannte automatische Identifizierungssysteme, installieren müssen, um den Behörden und anderen Schiffen Informationen über ihren Standort zu liefern.

Seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine haben russische Oligarchen ihre Yachten und Privatjets in die ganze Welt verschoben, um ihre Trophäen vor den Sanktionen der USA, Großbritanniens und anderer westlicher Staaten zu schützen.

Einem Bericht von The Daily Beast zufolge hat die 80-Millionen-Dollar-Superyacht Galactica Super Nova von Vagit Alekperov nach dem Verlassen von Montenegro am 2. März aufgehört, ihr Ortungssignal auszusenden. Ob sie sich damit dem Tracking entziehen wollte, kann nur spekuliert werden. Alekperov, CEO des russischen Energiekonzerns Lukoil, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht sanktioniert worden.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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