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Milliardär Warren Buffett verdient seit 40 Jahren „nur“ 100.000 Dollar pro Jahr — darum rät er auch anderen Managern von hohen Vergütungen ab

·Lesedauer: 3 Min.
Der US-amerikanische Unternehmer Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt.
Der US-amerikanische Unternehmer Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Warren Buffett ist ein legendärer Investor, leitet mit Berkshire Hathaway eines der größten, globalen Unternehmen und gehört seit Jahrzehnten zu den reichsten Menschen auf der Welt. Dennoch streicht er ein vergleichsweise bescheidenes Jahresgehalt von 100.000 US-Dollar ein – und hat seit 40 Jahren keine Gehaltserhöhung mehr erhalten. Das geht aus den Unterlagen der Aufsichtsbehörde für das Wertpapiergeschäft in den USA (SEC) hervor.

Als CEO und Vorsitzender von Berkshire Hathaway, einer Holding aus über 80 Firmen, empfiehlt Buffett seinem Vorstand, wie viel er verdienen soll, und entscheidet über die restliche Vergütung des Managements. Der 90-Jährige hat seit 1980 100.000 Dollar pro Jahr erhalten. Zum Vergleich: Das ist lediglich ein Bruchteil des Durchschnittsgehalts der CEOs der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen im Jahr 2019. Doch wie setzt sich Buffetts Vergütung eigentlich zusammen?

Buffetts Unternehmen gibt weit mehr für seine persönliche Sicherheit als für sein Gehalt aus

Buffett verdient auch aus anderen Quellen nicht viel. In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren, bevor er als Direktor der Washington Post Company zurücktrat und sich aus anderen Aufsichtsräten zurückzog, verdiente er das Doppelte seines Gehalts in Form von jährlichen Verwaltungsratshonoraren.

Die höchste Gesamtvergütung, die er jemals bei Berkshire erhalten hat, betrug im Jahr 2010 525.000 Dollar, bestehend aus einem Gehalt von 100.000 Dollar, 75.000 Dollar an Verwaltungsratsgebühren und 350.000 Dollar für seine Sicherheitskosten. Denn das Unternehmen Berkshire gibt weit mehr für Buffetts persönliche und häusliche Sicherheit aus, als es ihm direkt zahlt. Die Sicherheit des Chefs hat das Unternehmen seit 2008 durchschnittlich 339.000 Dollar pro Jahr gekostet, insgesamt also 4,4 Millionen Dollar.

Für seinen Lebensstil braucht der milliardenschwere Investor kein hohes Gehalt

Doch Buffett braucht nicht unbedingt ein hohes Gehalt. Er besitzt Berkshire-Aktien im Wert von rund 100 Milliarden Dollar – die er nach und nach verschenkt – und gibt ansonsten nicht viel aus: Er wohnt in einem bescheidenen Einfamilienhaus, fährt ein einfaches Auto und frühstückt auch mal bei McDonald's. Der Investor benutzt auch keinen Firmenwagen, gehört keinem Club an, für den Berkshire seine Beiträge zahlt, und benutzt keine firmeneigenen Flugzeuge für seinen persönlichen Gebrauch.

Als Buffett auf der jährlichen Aktionärsversammlung von Berkshire im Jahr 2017 gefragt wurde, wie viel sein Nachfolger erhalten solle, äußerte er die Hoffnung, dass der nächste CEO bereits reich sein würde und nicht motiviert wäre, das Zehn- oder Hundertfache des Geldes zu verdienen, das seine Familie zum Leben brauche.

"Vielleicht wollen sie sogar mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie sich für einen Betrag verpflichten, der weit unter dem tatsächlichen Marktwert liegt", fuhr er fort und fügte hinzu, dass es "großartig" wäre, wenn dies der Fall wäre.

Von hohen Gehältern, Boni und kurzfristigen Aktienoptionen rät Buffet ab

Buffett ist der festen Überzeugung, dass für CEOs Anreize geschaffen werden sollten, um langfristige Erfolge für ihre Unternehmen zu erzielen. Er glaubt, dass hohe Jahresgehälter, Boni und kurzfristige Aktienoptionen kurzfristiges Denken förderten.

Charlie Munger – Buffetts rechte Hand und Berkshires stellvertretender Vorsitzender – ist Buffetts Beispiel gefolgt. Auch er erhält seit mehreren Jahrzehnten ein Gehalt von 100.000 Dollar pro Jahr, wie aus den SEC-Unterlagen hervorgeht.

Im Gegensatz dazu werden Ajit Jain und Greg Abel, die die Versicherungssparte beziehungsweise die Nicht-Versicherungssparte von Berkshire leiten, weitaus besser bezahlt. Beide Männer haben in den vergangenen drei Jahren jeweils ein Gehalt von 16 Millionen Dollar sowie Bonuszahlungen von insgesamt sieben Millionen Dollar erhalten.

Dieser Text wurde von Joana Lehner aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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