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Microsoft plant anscheinend Milliarden-Investition in KI-Firma

OpenAI und sein universeller Chatbot ChatGPT generieren insgesamt gerade viel Interesse. Außerdem: Biontech übernimmt britischen Kooperationspartner und Coinbase entlässt ein Fünftel seiner Belegschaft.

OpenAI und sein ChatGPT haben regen Zulauf, doch finanzieller Gewinn ist bisher nicht in Aussicht.  - (Bild: Rafael Henrique/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)
OpenAI und sein ChatGPT haben regen Zulauf, doch finanzieller Gewinn ist bisher nicht in Aussicht. - (Bild: Rafael Henrique/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

OpenAI ist mit seinem ChatGPT seit Wochen in aller Munde: Denn die bisher kostenlose Technik kann dafür verwendet werden, Texte zu erstellen. Die könnten nicht nur Schüler und Studenten nutzen, um sich das Leben leichter zu machen und ihre Hausaufgaben per Künstliche Intelligenz zu machen, sie könnte auch in Redaktionen für Furore sorgen, wo derzeit noch echte Menschen Artikel verfassen.

Die Möglichkeiten, die sich mit ChatGPT auftun, sollen nun auch das Interesse eines großen Investors geweckt haben: Laut Medienberichten aus den USA, die sich auf informierte, aber anonyme Kreise beziehen, will Microsoft mit zehn Milliarden US-Dollar bei OpenAI einsteigen. Demnach will Microsoft einen Anteil von 49 Prozent an OpenAI übernehmen, aber auch 75 Prozent der Gewinne der Firma einkassieren, bis die anfängliche Investition abbezahlt ist. Letzteres ist vermutlich noch in weiter Ferne, da OpenAI im Moment eigentlich nur Kosten generiert. Microsoft könnte die Technik der Firma jedoch gut in sein Kerngeschäft integrieren: in die Suchmaschine Bing oder auch in seine Office-Produkte. [Mehr bei Semafor, Bloomberg und Spiegel]

Auf Gründerszene: Katharina Jünger ist eine der wenigen weiblichen Business Angels in der deutschen Startup-Szene. Die Münchnerin hat vor zweieinhalb Jahren ihr Healthtech-Startup Teleclinic verkauft. Das Geld aus dem Exit nutzt sie nun, um selbst Gründerteams zu finanzieren. In welche Bereiche sie ihr Vermögen steckt und welche Firmen bereits von ihrer Expertise profitieren, haben wir in unserem Portfolio-Check zusammengefasst. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Biontech baut sein Engagement im Bereich der Künstlichen Intelligenz aus. Der Mainzer Impfstoffhersteller übernimmt den britischen Kooperationspartner Instadeep. Dafür fließen 362 Millionen Pfund in bar sowie eigene Aktien. Außerdem hat Biontech den bisherigen Eigentümern der Firma weitere erfolgsabhängige Zahlungen zugesagt. Mit der Übernahme will Biontech eine weltweit führende Plattform für die KI-basierte Entwicklung von neuen Impfstoffen und Immuntherapien schaffen. [Mehr bei Handelsblatt und Financial Times]

Entlassungen: Coinbase baut etwa ein Fünftel seiner Belegschaft ab, um während des Abschwungs auf dem Kryptomarkt Bargeld zu sparen. Rund 950 Stellen sollen gekürzt werden. Die Krypto-Börse, die Ende September noch rund 4700 Mitarbeiter beschäftigte, hat im Juni bereits 18 Prozent ihrer Belegschaft abgebaut. Die Entlassungen sollen zusammen mit anderen Umstrukturierungsmaßnahmen die Betriebskosten von Coinbase für das im März endende Quartal um 25 Prozent senken. Auch das in San Francisco ansässige Scale AI, das im Bereich des maschinellen Lernens tätig ist, hat diese Woche 20 Prozent seiner Belegschaft entlassen. [Mehr bei CNBC, Wall Street Journal und Techcrunch]

Tesla plant, seine neue Gigafactory in Texas deutlich zu vergrößern. Der US-amerikanische E-Autobauer hat einen Antrag für den Ausbau gestellt, der zeigt, dass knapp 776 Millionen US-Dollar in die Fabrik investiert werden sollen. Es sollen fünf zusätzliche Anlagen inklusive eines Testlabors entstehen. Im Dezember war bereits bekannt geworden, dass Tesla die Produktion seines Model Y deutlich steigern möchte. [Mehr bei Reuters und Handelsblatt]

TSMC konnte im vergangenen Quartal einen Erlös von rund 19,1 Milliarden Euro verbuchen und damit 43 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten jedoch mit einem noch höheren Umsatz gerechnet. Damit verfehlte der Chiphersteller aus Taiwan, der Apples iPhone- und Mac-Silizium-Chips fertigt, zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren die Schätzungen der Experten. Der Chipmarkt hat sich nach einem Hoch während der Pandemie inzwischen wieder deutlich abgekühlt. [Mehr bei Handelsblatt und Bloomberg]

Investitionen: Chronosphere hat 115 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln von Investoren wie Alphabets GV (früher Google Ventures) und Geodesic Capital aufgebracht. Die Cloud-basierte Datenorganisationsplattform wird damit auf einen Marktwert von 1,6 Milliarden Dollar geschätzt. Oxbotica, ein britisches Startup, das Software für den Antrieb autonomer Fahrzeuge entwickelt, hat eine Serie-C-Runde über 140 Millionen US-Dollar abgeschlossen. [Mehr bei Reuters und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Lav Odorovic verließ Penta und startete Relio. Das Schweizer Fintech will Firmen schneller zu einem Konto verhelfen. Dafür sammelt die Firma jetzt Millionen Euro ein. [Mehr bei Gründerszene]

Video: Technologische Entwicklung: 4 Dinge, die Bill Gates bereits 1999 vorausgesagt hat

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Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion