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Metro-Gründer Otto Beisheim ist tot

Der Mitgründer und Großaktionär des Handelskonzerns Metro, Otto Beisheim, ist tot. Beisheim sei in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee tot aufgefunden worden, teilte die Otto-Beisheim-Gruppe mit. Der 89-Jährige habe "an einer nicht heilbaren Krankheit" gelitten und sei "aufgrund der Hoffnungslosigkeit seiner gesundheitlichen Lage aus dem Leben geschieden".

Beisheim war 1924 in der Nähe von Essen als Sohn eines Gutsverwalters geboren worden. Über lange Jahre war Beisheim geschäftsführender Gesellschafter der Metro-Großmärkte und später Präsident des Verwaltungsrates der Metro-Holding. Zum Metro-Konzern gehören heute unter anderem die Supermarktkette Real, die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn sowie die Kaufhauskette Galeria Kaufhof. Beisheims Beteiligung an der Metro-Gruppe belief sich zuletzt auf knapp zehn Prozent.

Metro-Chef Olaf Koch erklärte, der Konzernvorstand und die weltweit mehr als 280.000 Mitarbeiter der Metro Gruppe bedauerten den Tod Beisheims "zutiefst". Der Unternehmer sei dem Konzern "bis zuletzt eng verbunden" gewesen. Beisheim sei "ein Pionier und eine Legende" im Handel gewesen - in Deutschland und international. Sein Konzept des Großhandels mit Selbstbedienung habe die Branche ab Mitte der 60er Jahre revolutioniert und das Fundament für die Metro Gruppe in der heutigen Form gelegt. Beisheim habe "mit Innovation, Mut und Ehrgeiz eines der weltweit führenden Handelsunternehmen geschaffen".

Was mit Beisheims Vermögen geschehe, sei "seit langem klar geregelt", teilte die Otto-Beisheim-Gruppe mit. Das Erbe des mehrfachen Milliardärs gehe auf seine beiden gemeinnützigen Stiftungen über. Damit lebe sein "kulturelles, karitatives und unternehmerisches Engagement" weiter.

Beisheim unterstützte die Jugendfürsorge, die wissenschaftliche Forschung, kulturelle Einrichtungen und den Breitensport. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes, im Jahr 2000 hatte er den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekommen.

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