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Warum Meta Platforms ein Glaubwürdigkeitsproblem hat!

Logos von beliebten Apps, unter anderem Facebook, Snapchat, Instagram und Twitter
Logos von beliebten Apps, unter anderem Facebook, Snapchat, Instagram und Twitter

Die Meta Platforms-Aktie (WKN: A1JWVX) gilt als FAANG- oder GAFAM-Aktie als ein lukratives Investment – zumindest wenn man in die Vergangenheit blickt. Aber auch die letzten Quartalszahlen zeigen eine beeindruckende Performance auf operativer Ebene.

So konnte der Umsatz im ersten Quartal 2024 um 27 % auf 36,5 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Das operative Ergebnis des Quartals stieg um 91 % auf 13,8 Mrd. US-Dollar. Die entsprechende Marge ist mit 38 % hoch.

Für einen Large Cap mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt knapp über einer Billion US-Dollar sind solche Wachstumsraten einmal mehr beeindruckend. Eigentlich sollte die schiere Größe eines Unternehmens ja für Sättigungstendenzen sorgen. Nicht so bei Meta Platforms. 

Starke Werbemärkte lassen Gewinne sprudeln

Allerdings profitiert das Unternehmen stark von anziehenden Werbemärkten. Und hier ist das Unternehmen im Bereich Online-Werbung zusammen mit Alphabet (WKN: A14Y6F) so gut positioniert wie kein anderes Unternehmen.

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Aber auch auf operativer Ebene zeigen die täglich aktiven Nutzer (DAP), dass das soziale Netzwerk wieder etwas lebendiger wird. Im Durchschnitt stiegen die DAP im ersten Quartal um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch der durchschnittliche Werbepreis ist mit 6 % angestiegen. Die großen Umsatzsprünge lassen sich also durch ein gestiegenes Geschäftsvolumen erklären.

Kasse machen bei guten Nachrichten?

Trotz der guten Zahlen verkauften die Investoren jedoch die Aktie von Meta Platforms nach Bekanntwerden der Quartalszahlen. Ein Grund dafür war aus meiner Sicht die überraschend starke Investitionsdynamik.

So werden für das Gesamtjahr 2024 CAPEX-Ausgaben in Höhe von 35 bis 40 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Der wichtigste Investitionsbereich ist die Infrastruktur zur Unterstützung von KI-Anwendungen. Aber auch die Forschung und Produktentwicklung für KI wird einen erheblichen Teil der Ausgaben ausmachen. Hier hat Meta Platforms in der jüngeren Vergangenheit wieder einmal den Anschluss verpasst.

Die hohen Investitionen verunsichern jedoch die Investoren. Schließlich sehen Sie noch keine konkreten Umsatz- und Ertragsperspektiven.

Eine Wiederholung der Vergangenheit? 

Eine ähnliche Situation gab es bereits vor zwei Jahren, als die Aktie aufgrund massiver Investitionspläne im Metaversum abgestraft wurde. Dieser Weg wurde jedoch schnell verlassen und man konzentrierte sich auf die operative Effizienz, insbesondere weil das Werbegeschäft schwächelte. 

Dennoch bleibt mit der Reality Labs-Sparte eine operative Baustelle, die im letzten Geschäftsjahr 2023 für einen Verlust von über 16 Mrd. US-Dollar sorgte.

Boomendes Geschäft lässt Risikobereitschaft steigen

Doch die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass das Kerngeschäft wieder läuft. Das dürfte wohl auch ein Grund für die starke Investitionsoffensive sein. 

Das Management hat die Rechnung jedoch ohne die Investoren gemacht. Sie wollen am Ende konkrete Ergebnisse sehen. Ergebnisse, die Meta Platforms heute nicht liefern kann.

Aus Investorensicht kann ich die Verunsicherung durchaus nachvollziehen, denn schließlich hat das Unternehmen insbesondere mit seiner Vision des Metaversums gezeigt, dass weder Wachstum noch Profitabilität bei neuen Geschäftsfeldern in den Griff zu bekommen sind. Die Neuerfindung des Geschäftsmodells ist damit aus heutiger Sicht gescheitert.

Sollte sich diese Situation auch auf KI-Anwendungen übertragen lassen, könnte es sich auch hier um eine Fehlinvestition handeln. Grundsätzlich sehe ich eine Weiterentwicklung der Social-Media-Plattform durchaus positiv. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wo dieses Engagement enden könnte. 

Trotz hoher Investitionen ist am Ende nicht garantiert, dass das Unternehmen im Wettbewerb stärker auftritt. Und genau das ist für mich ein Zeichen von Schwäche, die derzeit von einem starken Geschäftsmodell mit Burggraben kaschiert wird.

Der Artikel Warum Meta Platforms ein Glaubwürdigkeitsproblem hat! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Alphabet und Meta Platforms. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet und Meta Platforms.

Aktienwelt360 2024