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Merz pocht auf Klärung der Führungsfrage noch in diesem Jahr

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der für den CDU-Vorsitz kandidierende Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz pocht auf eine Klärung der offenen Führungsfrage seiner Partei noch in diesem Jahr. "Auch wenn ein Präsenzparteitag unter den gegenwärtigen Bedingungen sicher schwierig sein wird, so bin und bleibe ich der Meinung, dass die CDU noch in diesem Jahr die offene Führungsfrage klären muss", sagte Merz am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen mit der engsten CDU-Spitze der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Ein digitaler Parteitag am 4. Dezember ist ebenso möglich wie eine Entscheidung über den Vorsitzenden der CDU per Briefwahl."

An den Beratungen hatten auch die Gegenkandidaten von Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen teilgenommen.

Nach dpa-Informationen ist der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU mit 1001 Delegierten zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden in Stuttgart ist vom Tisch. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde. Offen war demnach, ob es eine Verschiebung des Parteitags ins nächste Jahr geben soll, oder ob es noch in diesem Jahr einen sogenannten hybriden Parteitag geben kann, bei dem an mehreren Standorten in Deutschland verteilt in Präsenz und virtuell gewählt würde. Als dritte Option galt eine Briefwahl.