Blogs auf Yahoo Finanzen:

Merkel pocht auf weltweite Finanzmarktregulierung

Die Bundesregierung will sich weiter für eine stärkere weltweite Finanzmarktregulierung einsetzen. Dabei gehe es vor allem um die Regulierung sogenannter Schattenbanken, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Es sei "ganz besonders wichtig, dass nicht nur Europa handelt, sondern dass alle Teile der Welt in eine solche Finanzmarktregulierung einbezogen werden".

"Deutschland ist in vielen Fragen Vorreiter bei der Finanzmarktregulierung", sagte Merkel. "Wir sind auch die ersten gewesen, die ein Restrukturierungsgesetz für Banken durchgesetzt haben und außerdem eine Bankenabgabe eingeführt haben", fügte sie hinzu. Viele der Regelungen würden nun auf europäischer Ebene "ebenso fertiggestellt". Mehr Transparenz sei "insgesamt unser Ziel, wenn wir aus den Fehlern und Versäumnissen der Finanzmarktkrise lernen wollen", sagte Merkel.

Ausdrücklich begrüßte die Kanzlerin die geplante Finanztransaktionssteuer in einem Teil der Europäischen Union. Es sei gelungen, elf europäische Länder dafür zu gewinnen, diese Steuer einzuführen. "Sicherlich ist dies nur ein Anfang, denn es wäre besser, alle würden mitmachen", räumte Merkel ein. Gleichwohl werde die Bundesregierung alles daran setzen, "dass die Beratungen zur Einführung dieser Finanztransaktionssteuer zügig ablaufen".

Die EU-Kommission hatte am Donnerstag einen Vorschlag für die Einführung einer Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte vorgelegt. Die Pläne sehen eine Steuer auf Geschäfte mit Aktien und Anleihen in Höhe von 0,1 Prozent vor. Der Satz für den Handel mit komplizierten Finanzprodukten, sogenannten Derivaten, soll bei 0,01 Prozent liegen.

Die Regulierung der Finanzmärkte ist derzeit auch Thema beim Gipfeltreffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Moskau. In Russlands Hauptstadt beraten die G-20-Finanzminister und -Notenbankchefs über die Lage der Weltwirtschaft. Dabei geht es auch um Maßnahmen gegen die Manipulation von Wechselkursen und gegen Steuerflucht durch internationale Großkonzerne. Russland hat derzeit den G-20-Vorsitz inne und ist erstmals Gastgeber der Tagung.

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt
    Mögliches Wrackteil von Flug MH370 entdeckt

    In Australien ist Treibgut angespült worden, das von dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug stammen könnte. Die Transportsicherheitsbehörde ATSB sowie der Flugzeughersteller Boeing untersuchten anhand von Fotos, ob es sich um Teile von Flug MH370 handelt.

  • Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an
    Flughafen Lübeck meldet Insolvenz an

    Der Flughafen Lübeck hat Insolvenz angemeldet. Es sei ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgericht Lübeck am Mittwoch.

  • Albig zweifelt an Finanzierungszusagen des Bundes für Verkehrswege
    Albig zweifelt an Finanzierungszusagen des Bundes für Verkehrswege

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat seinen vielfach kritisierten Vorschlag einer Straßenreparatur-Abgabe aller Autofahrer mit Zweifeln an den Finanzierungsversprechen der Berliner Koalition begründet.

  • Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter
    Verwirrspiel um Babykauf: Kunden und Vermittler waren Reporter

    Kann man in Bulgarien ein Baby kaufen? Bei der Klärung dieser Frage sind zwei Teams verdeckter Reporter aufeinandergetroffen - als angebliche Kunden und als angebliche Verkäufer.

  • Sparda Bank in Baden-Württemberg streicht Überziehungszinsen
    Sparda Bank in Baden-Württemberg streicht Überziehungszinsen

    Die Sparda-Bank in Baden-Württemberg schafft im Juli die Zinsen für die Überziehung des Dispokredits ab. «Der Zusatzzins ist nicht mehr zeitgemäß», sagt Sparda-Bank-Chef Martin Hettich der Nachrichtenagentur dpa.

 

Vergleichsrechner

  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »