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Merkel: Manchmal gehen mir Corona-Entscheidungen zu langsam

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eingeräumt, dass ihr die mit den Ministerpräsidenten getroffenen Entscheidungen zur Corona-Krise teils zu langsam getroffen werden. Das bedauere sie, auch weil es am Ende mehr Geld koste, sagte Merkel am Dienstag bei einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn man früher agiert, kann man schneller auch wieder rausgehen aus den Beschränkungen", erläuterte Merkel.

Künftig müsse deshalb schneller gehandelt werden, sobald sich ein exponentielles Wachstum der Infektionszahlen ankündige - auch wenn die Intensivstationen noch nicht so stark belastet seien. "Ich werde weiter der ungeduldige Teil in dieser Sache sein", versicherte die Kanzlerin. "Und ich freue mich über jede Unterstützung, die ich dabei bekomme."

Merkel erklärte auch, warum sie in den vergangenen Wochen oft emotionaler aufgetreten und auf die Menschen zugegangen sei, als man sie sonst in der Öffentlichkeit kenne. Die Corona-Pandemie sei eine "Jahrhundertherausforderung für die ganze Welt und für jeden Einzelnen", sagte sie. Das Virus führe die Menschen zu etwas unmenschlichem: dazu, Distanz zu halten. "Deshalb muss ich auch anders mit und zu den Menschen sprechen", sagte Merkel.

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