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Merkel deutet mögliche Verlängerung von Lockdown im Januar an

Arne Delfs
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich trotz des am heutigen Mittwoch beginnenden harten Lockdowns besorgt über die weitere Entwicklung der Corona-Epidemie in Deutschland geäußert. Januar und Februar würden mit Blick auf die Pandemie besonders harte Monate werden, sagte Merkel nach Teilnehmerangaben in einer virtuellen Sitzung der CDU/CSU-Fraktion am Dienstagabend in Berlin.

Die Ministerpräsidenten der Länder warnte Merkel vor einer erneuten Aufweichung der Regelungen und drohte andernfalls mit einer weiteren Verlängerung des Lockdowns. Es sei jetzt nicht die Zeit für Ausnahmen, sagte sie und verwies auf die erneut exponentiell gestiegenen Zahlen an Neuinfektionen. Deutschland steuere auf eine Inzidenz von 200 - also 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - zu, warnte sie. Merkels erklärtes Ziel ist es, die Inzidenz wieder unter 50 zu drücken.

Am vergangenen Sonntag hatte Merkel gemeinsam mit den 16 Länderchefs ein weitgehendes Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland beschlossen. Danach müssen die meisten Geschäfte und Schulen ab heute bis zum 10. Januar geschlossen bleiben, Kontakte werden stark eingeschränkt. Am 5. Januar will sich die Kanzlerin erneut mit den Ministerpräsidenten beraten, um über eine mögliche Verlängerung der Maßnahmen zu entscheiden.

Merkel begrüßte die Ankündigung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, die nun bereits in der kommenden Woche den Impfstoff des US-Unternehmens Pfizer und dessen deutschen Partner Biontech zulassen will. Zugleich dämpfte sie aber Erwartungen, dass mit den ersten Impfungen in Deutschland bereits eine baldige Verbesserung der Infektionslage zu erwarten sei. Es sei noch nicht absehbar, wann die Pandemie in Deutschland besiegt sei, so Merkel.

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