Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.709,74
    +174,77 (+1,29%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.752,44
    +37,07 (+1,00%)
     
  • Dow Jones 30

    33.284,67
    +510,26 (+1,56%)
     
  • Gold

    1.815,50
    +3,20 (+0,18%)
     
  • EUR/USD

    1,0340
    +0,0123 (+1,1995%)
     
  • BTC-EUR

    23.236,30
    +715,96 (+3,18%)
     
  • CMC Crypto 200

    565,46
    +34,24 (+6,45%)
     
  • Öl (Brent)

    89,84
    -0,66 (-0,73%)
     
  • MDAX

    27.824,14
    +553,32 (+2,03%)
     
  • TecDAX

    3.159,77
    +53,59 (+1,73%)
     
  • SDAX

    13.106,92
    +297,92 (+2,33%)
     
  • Nikkei 225

    27.819,33
    -180,67 (-0,65%)
     
  • FTSE 100

    7.516,08
    +27,93 (+0,37%)
     
  • CAC 40

    6.533,00
    +43,00 (+0,66%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.805,41
    +311,48 (+2,49%)
     

Lebenserhaltende Maßnahmen beendet: Zwölfjähriger Archie ist tot

Ein tragischer Fall nimmt in England das befürchtete Ende: Archie ist tot. Ein juristisches Tauziehen änderte nichts daran, dass nun die Geräte abgestellt wurden, an die der Zwölfjährige seit Monaten angeschlossen war.

London (dpa) - Nach langem Rechtsstreit ist der seit Monaten in einem tiefen Koma liegende Junge Archie in einem Londoner Krankenhaus gestorben. Die Maßnahmen, die den Zwölfjährigen am Leben gehalten hatten, wurden am Samstag beendet. Archie sei um 12.15 Uhr (Ortszeit) gestorben, sagte seine Mutter Hollie Dance am Nachmittag vor dem Krankenhaus. Er habe bis zum Schluss gekämpft. Nach Angaben seiner Familie wurden Archies Medikamente um 10.00 Uhr abgesetzt, ehe zwei Stunden später die Beatmungsgeräte entfernt wurden.

Eltern vor Gericht gescheitert

Archie lag seit April im Koma. Bei einem Unfall zu Hause in Southend-on-Sea rund 60 Kilometer östlich von London hatte er sich schwere Hirnverletzungen zugezogen, womöglich bei einer Internet-Mutprobe. Die behandelnden Ärzte sahen keine Chance auf eine Genesung. Im Royal London Hospital wurde er unter anderem mit Beatmungsgeräten und Medikamenten am Leben gehalten.

Die Eltern hatten rechtlich vergeblich gegen das Abschalten der Geräte gekämpft. Zuletzt waren sie am Freitag vor dem Berufungsgericht in London und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg mit Anträgen gescheitert, ihn vom Krankenhaus in ein Hospiz zu verlegen. Damit wollten sie erreichen, dass ihr Sohn seine letzten Stunden in einer ruhigeren, friedlicheren Umgebung erleben konnte. Das Krankenhaus hatte dies zuvor wegen seines instabilen Zustands abgelehnt.

Familie «am Boden zerstört»

Auch das Berufungsgericht erklärte, es sei im besten Interesse des Jungen, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen im Krankenhaus statt in einer anderen Umgebung eingestellt würden. Das Gericht in Straßburg erklärte, dass der Antrag nicht in seinen Zuständigkeitsbereich falle.

«Alle rechtlichen Möglichkeiten wurden ausgeschöpft», sagte ein Sprecher der christlichen Organisation Christian Concern, die Archies Familie unterstützt, daraufhin dem Sender Sky News. Die Familie sei «am Boden zerstört».

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.