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Meinungsspiegel KW27: Kryptowährungen im Sperrfeuer der Kritik

Christopher Klee

Hier findet ihr wöchentlich eine kleine Auswahl an Meinungen aus der Sphäre der Kryptowährungen, in mundgerechten Stücken serviert.

Saifedean Ammous: Der Endgegner heißt BIZ

In einem Twitter-Gewitter von Saifedean Ammous, seines Zeichens Autor des Buches „The Bitcoin Standard“, hagelt es nur so an Kritik an der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Diese sei eine „undurchsichtige globale Bürokratie von Zentralbanken“. Ihre Regulierungsbestrebungen würden im schlechtesten Sinne „spektakuläre“ Früchte tragen. Als „Endgegner“, den es für Bitcoin-Anhänger zu bekämpfen gelte, macht Ammous den BIZ-Chef Agustín Carstens aus.

Krugman: Kryptowährungen sind keine Währung

Auch der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hat sich auf Twitter Luft gemacht. Bei ihm geht die Kritik allerdings in Richtung der Kryptowährungen. Er stimmt in den Chor jener ein, die dem digitalen Geld absprechen, eine Währung zu sein: „Wenn eine digitale Währung gar nicht für Transaktionen benutzt wird, handelt es sich dann überhaupt, nun ja, um eine Währung?“ twitterte Krugman am 3. Juli. Auf die erwartbaren harschen Reaktionen der Krypto-Anhänger reagiert er mit Getrolle. Aber davon überzeugt ihr euch am besten selbst.

Bank of Finland: siehe oben

Die Frage, ob Krytpowährungen reguläres Geld werden bzw. dieses ersetzen zu können, verneint auch die Finnische Zentralbank, BoF. So verunglimpfte sie in einer Analyse das Konzept einer digitalen Währung als „Irrtum“. Robert Devoe von Blockonomis.com sieht den Irrtum indes auf der Seite der Zentralbank. Diese stelle nämlich die seinerzeit bewusst eingeführten systemischen Eigenschaften von Kryptowährungen  absichtlich als Schwächen dar. Stattdessen solle sich die BoF lieber Gedanken darüber machen, warum sich offensichtlich so viele Menschen für die Idee einer digitalen Währung begeistern können.

Shiller: Kryptowährungen sind eine Epedemie

Krugman war nicht der einzige Nobelpreisträger, der diese Woche gegen Kryptowährungen gewettert hat. Sein Kollege Robert J. Shiller benutzt die vielbeschworene Blase, um seine Einstellung gegenüber den digitalen Währungen zu verdeutlichen. Im Interview mit Bloomberg bezeichnet der Yale-Professor Bitcoin außerdem als eine „Epedemie von Enthusiasmus“, die hauptsächlich junge Menschen erfasst habe.

Ron Paul: Mit Gold und Bitcoin gegen den Zentralismus

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul hat eine optimistischere Einstellung zu Bitcoin & Co. Der libertäre Politiker befasste sich mit der Frage, wie Edelmetalle und Kryptowährungen zusammen dazu beitragen können, monopolistische Strukturen in der Weltwirtschaft zu zerschlagen. Dementsprechend bricht er in seinem „The Dollar Dilemma“ betitelten Aufsatz eine Lanze für die Dezentralised-Ledger-Technologie. Zudem spricht Paul davon, dass die Kombination von Gold und Kryptowährungen es den Menschen erleichtern könnte, sich an ein völlig neues, dezentralisiertes Geld zu gewöhnen.

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Source: BTC-ECHO

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