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Mehrweg-Allianz fordert 20-Cent-Abgabe auf Dosen und Einwegflaschen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Mehrere Verbände haben Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) in einem offenen Brief aufgefordert, den Mehrweganteil bei Getränken mit gesetzlichen Maßnahmen zu steigern. Die Mehrweg-Allianz aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Abfüllern sowie dem Getränkefachgroßhandel fordert darin eine sogenannte Lenkungsabgabe von 20 Cent auf Einwegplastikflaschen, Dosen und Getränkekartons ab dem 1. Januar 2022 zusätzlich zum Einwegpfand. "Mit der zunehmenden Listung von Getränkedosen sowie Mineralwasser in Einweg-Plastikflaschen zu Dumpingpreisen erleben wir einen Frontalangriff auf das weltweit noch größte Mehrwegsystem", heißt es in dem Brief.

Im September hatte das Umweltbundesamt einen Mehrweganteil von 41,1 Prozent veröffentlicht. "Damit entfernt sich die Realität immer weiter von der gesetzlich festgelegten Quote von 70 Prozent - zulasten von Umwelt, Klima und der mittelständischen Getränkewirtschaft, die das ökologisch vorteilhafte Mehrwegsystem trägt", kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die zu den Unterzeichnern des Briefes zählt. Zur Allianz gehören neben anderen auch die Stiftung Initiative Mehrweg und der Verband Private Brauereien.

Die umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Judith Skudelny, kritisierte den Ton des Briefes: "Das Thema ist wichtig und muss diskutiert werden. Der Brandbrief ist in der Tonlage deutlich zu schrill." Umweltbilanzen hätten gezeigt, dass auch Einwegflaschen mit Pfand zum Klimaschutz beitragen könnten.