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Mehr neue Firmen in Deutschland - Betriebe zum Nebenerwerb gefragt

WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder etwas mehr Firmen gegründet worden. Die Zahl der Neugründungen stieg gemessen am Vorjahr um 1,5 Prozent auf 550 600, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Während es bei Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung und vor allem Kleinunternehmen Rückgänge gab, kletterte die Zahl der Betriebe zum Nebenerwerb stark. Dort verzeichneten die Statistiker ein Plus von 5,3 Prozent auf 264 000.

Zuvor hatte es einen langen Abwärtstrend bei den Firmengründungen gegeben. Als ein wichtiger Grund dafür galt die niedrige Arbeitslosigkeit in Deutschland. So sehen sich weniger Menschen gezwungen, mangels Job ein Unternehmen zu gründen. Die nun vorgelegten Zahlen zeigen, dass viele Bürger die Selbstständigkeit als Haupteinnahmequelle weiter scheuen. Als Möglichkeit zum Nebenverdienst sind eigene Firmen aber willkommen.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg 2019 im Jahresvergleich leicht um 0,6 Prozent auf rund 672 600, wie es weiter hieß. Dazu zählen neben Neugründungen auch Betriebsübernahmen, Umwandlungen und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.