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McDonald’s vs. PepsiCo: Auf diesen defensiven Dividendenaristokraten sollten Foolishe Investoren setzen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Dividendenaristokraten können in der aktuellen Coronaphase prinzipiell eine clevere Wahl sein. Während sich viele Aktien von ihrer volatilen Seite präsentieren, sind es zumindest die Ausschüttungen, die ein kleines bisschen Sicherheit versprechen. Und etwas Rendite.

Allerdings gehen die Einschränkungen auch an den Aristokraten nicht vorbei. Zumindest nicht an jedem. Zwei Dividendenaristokraten, die über eine gänzlich verschiedene Ausgangslage verfügen, sind McDonald’s (WKN: 856958) und PepsiCo (WKN: 851995).

Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren jetzt zu diesen beiden Aktien wissen sollten. Und welche Aktie in Anbetracht der Bewertung und der Dividendenvorzüge eine attraktivere Wahl sein könnte.

Die Geschäftsmodelle im Überblick

Um eines vorwegzunehmen: Sowohl PepsiCo als auch McDonald’s leiden unter dem Coronavirus. Allerdings hat es die Restaurantkette mit dem goldenen M noch bedeutend schlimmer getroffen. Dadurch, dass jetzt in vielen Regionen die Geschäfte teilweise geschlossen gewesen sind, drohen massive Umsatzeinbußen. Das Geschäft mit Außer-Haus-Speisen und Lieferservices kompensiert bloß teilweise.

PepsiCo hingegen profitiert insbesondere im Einzelhandel von einer größeren Nachfrage. Allerdings bricht auch hier ein kleiner Teil der Umsätze durch ausfallende Events weg, wobei es Platzhirsch und Konkurrent Coca-Cola (WKN: 850663) deutlicher stärker treffen dürfte. Zudem profitiert PepsiCo generell von einer breiteren Aufstellung, wobei es auch einige Lebensmittel und insbesondere Junk-Food-Marken gibt, die zum margenstarken Portfolio gehören. Das bildet hier ein vergleichsweise defensives Fundament.

Kurzfristig ist PepsiCo daher ein stabilerer Akteur, während McDonald’s vergleichsweise stark unter der aktuellen Zeit leidet. Mittel- bis langfristig werden die Verbraucher jedoch vermutlich auch wieder die Fast-Food-Restaurants einrennen. Und für starke Umsätze und Ergebnisse sorgen. Für langfristige Investoren könnte sich jedenfalls ein Schnäppchen anbahnen.

Bewertungen und Dividenden im Blick

Mal sehen, ob sich diese Annahme auch mit Blick auf die fundamentale Bewertung und die Dividende rechtfertigen lässt. McDonald’s zahlt nach inzwischen 44 Jahren mit stetigen jährlichen Erhöhungen jedenfalls inzwischen eine quartalsweise Auszahlung in Höhe von 1,25 US-Dollar an die Investoren aus. Bei einem aktuellen Aktienkursniveau von 181,41 US-Dollar (11.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) entspräche das einer Dividendenrendite in Höhe von 2,75 % pro Jahr. Ist das günstig? Werfen wir zum Vergleich einen Blick auf den Gewinn.

In einem normalen Geschäftsjahr, beispielsweise 2019, kommt McDonald’s jedenfalls auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 7,95 US-Dollar, wodurch sich das Ausschüttungsverhältnis auf moderate 63 % beläuft. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt hingegen bei 22,8. Das scheint moderat. Günstig sieht trotz der starken Marke jedenfalls anders aus.

PepsiCo hingegen zahlt nach inzwischen 48 Jahren mit stetig steigenden Dividenden eine vierteljährliche Ausschüttung von 1,0225 US-Dollar aus, wodurch sich bei einem Aktienkursniveau von 135,05 US-Dollar eine Dividendenrendite von 3,02 % ergeben würde. Im letzten Geschäftsjahr 2019 kam der US-Getränkekonzern zudem auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 5,23 US-Dollar, wodurch sich das Ausschüttungsverhältnis auf 78,2 % beläuft. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt hingegen bei 25,8, was doch moderat teurer ist.

Diese Aktie ist jetzt die cleverere Wahl!

Keine Frage: Günstig wirken beide Dividendenaristokraten nicht. McDonald’s könnte einen Tick günstiger sein. Jedoch in diesem Jahr stärkere operative Probleme haben. PepsiCo hingegen zahlt eine höhere Dividendenrendite aus, das könnte womöglich für Einkommensinvestoren interessanter sein.

Im Endeffekt könnten daher Nuancen entscheidend darüber sein, welche Aktie jetzt attraktiver ist. Historisch zuverlässig sind jedenfalls beide. Und beide verfügen über starke Marken und grundsätzlich defensive Geschäftsmodelle.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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