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Massive Kürzungen bei Peloton spiegeln Abwärtstrend wider

Der während der Pandemie gehypte Hersteller von Fitnessgeräten musste bereits im Februar 2800 Mitarbeiter entlassen.  - Copyright: Peloton
Der während der Pandemie gehypte Hersteller von Fitnessgeräten musste bereits im Februar 2800 Mitarbeiter entlassen. - Copyright: Peloton

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Peloton plant den Abbau von etwa 800 der insgesamt 6000 Stellen. Der in New York ansässige Anbieter von vernetzten Fitnessgeräten muss weiter Kosten senken. Unter anderem soll das nordamerikanische Außenlager gestrichen und das Mitglieder-Support-Team gekürzt werden. Auch einige der Einzelhandelsgeschäfte sollen geschlossen werden. Zudem sollen die Preise für einige Produkte in den USA steigen.

Die Entlassungen fallen in einen allgemeinen Abwärtstrend der Startup-Branche. Ende der vergangenen Woche haben Zoom-Investor Eugene Zhang, ein erfahrener Geldgeber aus dem Silicon Valley, und Nichole Wischoff, eine Startup-Managerin, die inzwischen als VC arbeitet, Gründern geraten, Bewertungen zu akzeptieren, die 35 bis 50 Prozent niedriger sind als noch vor einigen Monaten. Das sei „die neue Normalität“, wurde Wischoff beim US-Sender CNBC zitiert. Gründer, die in den kommenden Monaten Geld benötigen würden, müssten testen, wie viel „Appetit“ bestehende Investoren noch hätten und müssten in einigen Fällen bereit sein, Stellen abzubauen, so Zhang. Zhang glaubt zudem, dass der Abwärtszyklus langwieriger sein könnte. [Mehr bei Bloomberg, Wall Street Journal und CNBC]

Auf Gründerszene: Wollen Autobesitzer eine Sitzheizung oder Allradantrieb, werden sie das künftig gegen Geld freischalten können – nachdem sie ihr Fahrzeug gekauft haben. Tesla setzt das bereits um, ein Klick in der App genügt. Solche Mikrotransaktionen seien die neuen Gewinnbringer in der Industrie, glaubt unser Drehmoment-Kolumnist Don Dahlmann. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

BMW und Toyota wollen gemeinsam Brennstoffzellenautos produzieren. Die beiden Autobauer werden bereits 2025 mit der Produktion und dem Verkauf von gemeinsam entwickelten Fahrzeugen beginnen. Brennstoffzellenautos, die mit Wasserstoff betankt werden, bieten Vorteile gegenüber den klassischen Elektroautos: Sie können in drei bis vier Minuten aufgefüllt werden und längere Strecken zurücklegen. Allerdings mangelt es derzeit noch an Infrastruktur: Das US-amerikanische Netz öffentlicher Wasserstofftankstellen konzentriert sich beispielsweise rein auf Kalifornien. [Mehr bei Nikkei Asia und Techcrunch]

Samsungs stellvertretender Vorsitzende Jay Lee ist am Freitag von Südkoreas Präsident Yoon Suk-yeol begnadigt worden. Vonseiten des südkoreanischen Justizministeriums hieß es, der Wirtschaftsführer werde benötigt, um eine „nationale Wirtschaftskrise“ zu überwinden. Die Begnadigung ist weitgehend symbolisch, da Lee bereits auf Bewährung entlassen wurde, nachdem er 18 Monate wegen Bestechung im Gefängnis verbracht hatte. Lee, ein Mitglied der Gründerfamilie von Samsung, begrüßte die Entscheidung und versprach, hart für die nationale Wirtschaft zu arbeiten, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. [Mehr bei CNBC]

Toast, ein Anbieter von Restaurantsoftware, hat die Umsatzschätzungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse der Firma stiegen im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 58 Prozent auf 675 Millionen US-Dollar. Analysten hatten 651 Millionen Dollar erwartet. Toast gab auch eine optimistische Prognose für das dritte Quartal ab. Insgesamt konnte das Startup die Anzahl der Standorte, die die Software der Firma nutzen, im zweiten Quartal um 40 Prozent steigern. Nach den Ankündigungen schlossen die Aktien am Freitag um acht Prozent höher. [Mehr bei CNBC]

Huawei leidet weiter unter den US-amerikanischen Sanktionen. Der Umsatz des chinesischen Telekommunikationsunternehmens ging in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent zurück. Die in Shenzhen ansässige Firma meldete einen Umsatz von 301,6 Milliarden Yuan, was etwa 44,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Erlöse sind seit 2020 rückläufig, da westliche Sanktionen beim Chipkauf den Verkauf der Kernprodukte des Unternehmens behindern. [Mehr bei Wall Street Journal]

Weitere Entlassungen: Calm, ein Startup, das für seine gleichnamige Wellness-App bekannt ist, hat 20 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Laut eines Medienberichts wurden rund 90 von den insgesamt 400 Mitarbeitern entlassen. Das 2012 gegründete Startup mit Sitz in San Francisco wurde 2020 mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Weitere Kürzungen gibt es bei Nutanix, das Software zur Verwaltung von Speicher- und Cloud-Infrastrukturen verkauft. Hier müssen 270 Mitarbeiter oder vier Prozent der weltweiten Belegschaft gehen. [Mehr bei Wall Street Journal und The Information]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Schon 2021 soll Hellofresh gegen gewerkschaftliche Bestrebungen in den USA vorgegangen sein. Jetzt landet ein Streit in Berlin vor Gericht. [Mehr bei Gründerszene]

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Eure Gründerszene-Redaktion