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Massenkeulungen wegen Vogelgrippe in Tschechien

·Lesedauer: 1 Min.

PRAG (dpa-AFX) - Im Kampf gegen einen Vogelgrippe-Ausbruch sind in Tschechien Zehntausende Enten getötet worden. In einem Geflügelzuchtbetrieb in Vapno bei Pardubice rückte am Donnerstag die Feuerwehr an, um 2800 Tiere zu keulen. Das teilte eine Sprecherin mit. Seit Anfang der Woche waren in weiteren Betrieben insgesamt mehr als 50 000 Enten vorsichtshalber getötet worden.

Laboruntersuchungen hätten das Vorkommen des Virus H5N8 nachgewiesen, teilte die staatliche Veterinärbehörde SVS mit. Es handele sich um die ersten kommerziellen Zuchtbetriebe in Tschechien, die in diesem Jahr von der Tierseuche betroffen seien. Das Landwirtschaftsministerium in Prag rechnet mit der Übernahme von Entschädigungszahlungen in Höhe von umgerechnet 1,1 Millionen Euro.

Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten befällt. Die Infektionskrankheit gilt für Menschen als ungefährlich. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt als unwahrscheinlich.