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Nach Massenkündigung via Zoom: Drei Top-Manager des Startups Better.com schmeißen ihre Jobs hin

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Drei Top-Manager von Better.com haben das Unternehmen verlassen.
Drei Top-Manager von Better.com haben das Unternehmen verlassen.

Der Online-Kreditgeber Better.com schreibt weiter Schlagzeilen. Die drei Führungskräfte der Marketing-, Kommunikations- und PR-Abteilungen des Startups sind nun nach Informationen von Business Insider zurückgetreten. Better.com antwortete bisher noch nicht auf eine Anfrage zu einer Stellungnahme. Die Information verbreitete sich, nachdem Better-Chef Vishal Garg während eines dreiminütigen Zoom-Meetings etwa 900 Mitarbeiter, rund neun Prozent der Gesamtbelegschaft, von Better entlassen hat. Gargs Umgang mit den Entlassungen und sein spaltender Führungsstil führten in dieser Woche zu viel Empörung und Kritik in den sozialen Medien.

"Alle, die gerade gehen, sind Menschen, die versucht haben, das Unternehmen zum Laufen zu bringen und alles gegeben haben, letztendlich aber von einem Chef untergraben wurden, der von niemandem Ratschläge annimmt und glaubt, immer im Recht zu sein", sagte eine mit Garg vertraute Person. Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" hatte zuvor Gargs "verwirrte Vergangenheit" und "Betrugsvorwürfe" hervorgehoben, während die US-Nachrichtenseite "Daily Beast" im August einen Artikel über ihn veröffentlichte, in dem es hieß, er habe "gedroht, seinen Geschäftspartner bei lebendigem Leib zu verbrennen".

Better.com wurde 2016 gegründet. Anfang dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es beabsichtigt, durch eine Fusion mit einer Zweckgesellschaft an die Börse zu gehen. Der Deal bewertet das Unternehmen mit 6,9 Milliarden US-Dollar und beinhaltet eine Investition von 1,5 Milliarden US-Dollar durch den japanischen Medienkonzern SoftBank.

Video von Entlassungen auf YouTube hochgeladen

Am 30. November gab das Unternehmen bekannt, dass die Hälfte der SPAC-Investition von SoftBank tatsächlich vorzeitig in Form eines Überbrückungskredits in Höhe von 750 Millionen US-Dollar erfolgen würde, anstatt von der SPAC-Fusion abhängig zu sein. Am 1. Dezember führte das Unternehmen eine Reihe von Entlassungen durch, die in einem auf YouTube durchgesickerten Video festgehalten wurden, das inzwischen über eine Million Aufrufe verzeichnet.

Business Insider berichtete, dass Garg sich kurz nach den Entlassungen an die verbleibenden Mitarbeiter wandte und sagte: "Wir hätten das vor drei Monaten tun sollen." In einem weiteren Video dieses Zoom-Meetings, machte er sich selbst für die Überbeschäftigung verantwortlich und sagte, Better habe im letzten Quartal 100 Millionen US-Dollar verloren. Später berichtete die Zeitschrift "Fortune", dass Garg "mindestens 250" Mitarbeiter beschuldigte, nur "zwei Stunden am Tag" zu arbeiteten. Better.com hatte zuvor mithilfe einer umfangreichen Datenanalyse die Produktivität der Angestellten gemessen.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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