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Mark Zuckerbergs Metaverse ist eine besser zu vermarktende Version unserer bestehenden Welt

·Lesedauer: 3 Min.

Ende Oktober letzten Jahres machte der Mitgründer und CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, eine große Ankündigung: Künftig würde das Unternehmen "Meta" heißen.

Das Mutterunternehmen würde immer noch dasselbe Markenportfolio umfassen wie zuvor: Facebook,
Whatsapp, Instagram und Oculus. Allerdings mit einer neuen Absicht: "Das Metaverse zum Leben zu erwecken", sagte Zuckerberg. Damit legte sich der CEO fest: Er glaubt so sehr an das "Metaverse"-Konzept, dass er das Unternehmen darauf verwettet.

Dieser Schritt hatte große Auswirkungen. In den folgenden Monaten ist der Hype um das "Metaverse" und seine Begleiterscheinungen – NFTs, Blockchain-Technologie, Kryptowährungen und andere sogenannte "Web3"-Konzepte – sprunghaft angestiegen.

"Das Metaverse hat das Potenzial, fast alle Bereiche des menschlichen Lebens zu verändern"

Diese Meinung vertreten die Analysten von Jefferies unter der Leitung des Aktienstrategen Simon Powell in einer Mitteilung vom Dezember. Bloomberg Intelligence beschrieb das Metaversum als eine "800 Milliarden Dollar schwere Marktchance".

Dann kamen die großen börsennotierten Videospielverlage. Große Spielefirmen, darunter der "Assassin's Creed"-Hersteller Ubisoft und der "Final Fantasy"-Hersteller Square Enix, kündigten neue Web3-Initiativen an. Ersterer führte NFTs und ein Krypto-basiertes Zahlungssystem ein, während letzterer das Jahr 2021 zum "Metaverse-Jahr" erklärte und für 2022 einen großen Vorstoß in den aufstrebenden Sektor ankündigte.

Sie alle folgten Zuckerbergs Beispiel. Er behauptete wiederholt, dass das Metaverse der Nachfolger des derzeitigen mobilen Internets sei, und dass er sicherstellen mochte, dass Meta ein wichtiger Akteur in der Zukunft sei.

In der Videopräsentation vom Oktober, in der Meta vorgestellt wurde, zeigte Zuckerberg auch, wie das zukünftige Metaverse aussehen und funktionieren könnte.

Das Video zeigte eine Welt, in der Menschen in einen virtuellen 3D-Raum hinein- und wieder herausspringen, wie in "The Matrix" und "Ready Player One".

Ein Bild des "Metaverse", das in einem Video der Facebook-Muttergesellschaft Meta vom Oktober 2021 gezeigt wird.
Ein Bild des "Metaverse", das in einem Video der Facebook-Muttergesellschaft Meta vom Oktober 2021 gezeigt wird.

"Der digitale Raum wurde von einem Entwickler geschaffen, den ich in L.A. getroffen habe", erzählt einer der schwebenden Avatare Zuckerberg.

Während des Gesprächs ruft Zuckerbergs Avatar einen digitalen 2D-Videochat auf, um sich mit einer Freundin zu verbinden, die eigentlich dabei sein sollte. Sie ist in der realen Welt unterwegs und kann nicht teilnehmen, aber sie wolle ein Augmented-Reality-Kunstwerk zeigen, das sie in der Realität gesehen hat. Das Ganze wirkt jedoch, als hätte es auch über FaceTime oder Zoom geschehen können.

Einige Avatare sehen realistisch aus, während andere völlig abstrakt sind (wie der große Roboter oben). Anstatt an einem Spiel teilzunehmen, befinden sich alle Teilnehmer in einem dreidimensionalen Chatroom, der eher mit "Second Life" oder PlayStation Home als mit "Fortnite" vergleichbar ist.

Einerseits handelt es sich um eine Vision einer zukünftigen Welt. Diese greift bestehende Konzepte wie gemeinsame Online-Welten und digitale Avatare auf und kombiniert sie mit neuen Trends, wie digitalem Kunsteigentum durch NFT-Technologie und digitalem "Trinkgeld" für Kunstschaffende.

Andererseits ist es eine Vision, die unsere bestehende Realität aufgreift, in der wir bereits in virtuellen 2D- oder 3D-Chaträumen mit Freunden abhängen können. Nur dass das Metaverse auch noch weitere Möglichkeiten für die Monetarisierung und Werbung hinzufügt.

Irgendjemand wird die Hardware für den Zugang zu dieser Zukunft verkaufen, und irgendjemand wird die Software entwickeln, die sie populär macht. Zuckerberg macht deutlich, dass er möchte, dass Meta an beiden Fronten eine führende Rolle spielen soll.

Es ist also keine Überraschung, dass der Goldrausch bei Investoren und Unternehmen in der Tech-Welt ausgebrochen ist: Metas Video und Zuckerbergs Engagement für das "Metaverse" haben sie davon überzeugt, dass dies die nächste Goldgrube ist.

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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