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Margin of Safety: Das Konzept smarter Investoren

Die Margin of Safety, zu deutsch auch häufig Sicherheitsmarge ist ein Konzept bei der Bewertung von Aktien. Wir bestimmen im Rahmen der Analyse einen fairen, inneren Wert und kaufen die jeweilige Aktie mit einem Abschlag. Das ist es im Wesentlichen, was das Investieren mit dieser Annahme ausmacht.

Die Bewertungsprämissen sind jedoch mindestens so relevant wie die Margin of Safety. Sind die Annahmen (speziell mit Blick auf die Zukunft) falsch, so führt das trotzdem zu durchwachsenen Ergebnissen. Aber bleiben wir heute bei der Sicherheitsmarge.

Man könnte denken, dass es sich hierbei um ein Werkzeug handelt, das Spielraum für eigene Fehler zulässt. Klingt fair. Aber eigentlich ist das Konzept auf etwas anderes ausgelegt, das für uns als smarte Investoren noch relevanter ist: Die allgemeine Unsicherheit, die wir einfach nicht bestimmen können.

Margin of Safety: Darum für smarte Investoren

Die Margin of Safety für die eigenen Unsicherheiten zu verwenden mag nicht unbedingt falsch sein. Allerdings ist es für mich eher die Sicherheitsmarge für die Dinge, die ich nicht mit Sicherheit bestimmen kann. Es handelt sich also um einen Bewertungsabschlag für gewisse Analysekriterien, die nicht nicht definieren kann. Ein Nicht-Treffen der Prognosen, negative konjunkturelle Entwicklungen oder womöglich auch steigende Zinsen oder andere Dinge. Selbst unternehmensorientiert: Dass ein Management langfristig einen neuen Pfad einschlägt, der nicht so zielführend ist. Dafür ist für mich diese Marge da.

Wir können sie skalieren. Je nachdem, wie viel Unsicherheit wir sehen und wie viele Dinge wir eben nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bestimmen können, sollte sie höher oder niedriger ausfallen. Je defensiver und konservativer, sowie planbarer ein Geschäft ist, desto fixer kann sie ausfallen.

Die Konstante ist jedoch für mich, dass die Margin of Safety immer einen gewissen, relevanten Aspekt abzudecken hat. Wie hoch er letztlich ausfällt ist ebenfalls eine Kunst, das richtig zu bestimmen. Zumal wir sie so ansetzen müssen, dass ein reales Kaufen günstiger Aktien wirklich möglich ist. Absolute Sicherheit erhalten wir schließlich nie.

Ein cleveres Konzept

Die Margin of Safety sollte entscheidend sein bei vielen Investitionen. Unsicherheiten, Unvorhersehbarkeiten und andere Dinge passieren. Selbst die Kursgewinne oder Renditen treffen nicht so ein, wie wir sie vielleicht kalkulieren. Zeit ist entsprechend der zweite, wichtige Faktor, den wir zwangsläufig berücksichtigen müssen.

Trotzdem können wir mit der Margin of Safety das abdecken, was wir eben nicht definieren oder bestimmen können. Je nachdem, wie hoch der Anteil solcher Risiken ist, sollte unsere Sicherheitsmarge auch in unserer Investitionsthese vorhanden sein. Das hat nichts mit Unwissenheit zu tun. Wer das gut ermitteln kann, der ist ein smarter und wirklich geschickter Investor.

Der Artikel Margin of Safety: Das Konzept smarter Investoren ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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