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Marburger Bund lehnt Angebot der Arbeitgeber ab

Düsseldorf (dapd). In den Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist vorerst keine Einigung in Sicht. Die seit Dienstag in Düsseldorf laufende dritte Verhandlungsrunde brachte kein Ergebnis. Die Gespräche sollen am 22. Februar fortgesetzt werden, wie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Mittwoch mitteilte.

Die Arbeitgeber hatten am Dienstagabend ein Angebot vorgelegt, das unter anderem Gehaltssteigerungen von zwei Prozent vorsieht. "Mit dem materiellen Angebot von zwei Prozent Steigerung gehen wir bereits an die Schmerzgrenze für die Krankenhäuser", erklärte der VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund lehnte die Offerte ab. "Wir haben den Arbeitgebern deutlich gemacht, dass auf der Grundlage des vorliegenden Angebots ein Tarifabschluss nicht möglich sein wird", sagte Verhandlungsführer Rolf Lübke. Der Marburger Bund fordert außer einem Gehaltsplus von sechs Prozent, dass die Arbeitsbelastung der Ärzte gesenkt und eine praxisgerechte Regelung zur Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten durchgesetzt wird.

Derzeit verdienen die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern nach Angaben der Gewerkschaft als Berufsanfänger mindestens gut 3.800 Euro, Fachärzte starten mit rund 5.000 Euro und Oberärzte mit gut 6.350 Euro brutto monatlich.

dapd