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Manz AG erhält Großauftrag von Britishvolt über Anlagen zur Assemblierung von Lithium-Ionen-Zellen für eine wegweisende Gigawatt-Produktionslinie

·Lesedauer: 6 Min.

DGAP-News: Manz AG / Schlagwort(e): Auftragseingänge
21.12.2021 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Manz AG erhält Großauftrag von Britishvolt über Anlagen zur Assemblierung von Lithium-Ionen-Zellen für eine wegweisende Gigawatt-Produktionslinie

- Kooperation mit britischem Markt- und Innovationsführer in der Batteriefertigung für Mobilitätssektor geschlossen

- Auftrag umfasst Maschinen zur Assemblierung von Lithium-Ionen-Batteriezellen

- Gesamtauftragsvolumen von über 70 Mio. EUR für erste Ausbaustufe, weitere Projekte bereits in Planung

- Hohe Investitionsbereitschaft und Nachfrage des Marktes nach Technologieexpertise von Manz

- Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zum weiteren Ausbau der strategischen Zusammenarbeit

Reutlingen, 21. Dezember 2021 - Die Manz AG, weltweit agierender Hightech-Maschinenbauer mit umfassendem Technologieportfolio, setzt die Strategie des partnerschaftlichen Wachstums konsequent fort. So wurde das Unternehmen vom britischen Entwickler und Hersteller von Batteriezellentechnologie Britishvolt im Rahmen einer geschlossenen Kooperation mit der Realisierung der ersten Ausbaustufe der Zellmontage einer Produktionslinie zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen im nordenglischen Northumberland beauftragt.

Im Rahmen dieses Leuchtturm-Projekts unterstützte Manz bereits in der gesamten Planungsphase der neuen Fertigungsstätte am Standort Cambois im Nordosten Englands. Dem Projekt liegt ein neuartiges und vorausschauendes Konzept zugrunde, das ein hohes Maß an Flexibilität erlaubt und auch auf künftige Anforderungen des Marktes an Zellformate und -geometrien angepasst werden kann.

Mit dieser Strategie werden nicht zuletzt die Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz der Produktion signifikant verbessert. Dank Simultaneous-Engineering ist die Manz AG in der Lage, binnen kurzer Zeit den gesamten Fertigungsprozess der Batteriezellen von Britishvolt mit kundenspezifisch angepasster Anlagentechnologie zur Assemblierung der zylindrischen Zellen abzubilden. Die Auswirkungen dieses Ansatzes auf die Time-to-Market sind entsprechend positiv: Die Lieferung der Anlagen ist für 2023 vorgesehen, die Produktion soll bereits zum Ende des gleichen Jahres starten. Für diese erste Ausbaustufe mit einer Produktionskapazität von vier GWh beträgt das Auftragsvolumen mehr als 70 Mio. EUR. Umsatz- und ergebniswirksam wird das Projekt in den Jahren 2022 und 2023.

In einer gemeinsam unterzeichneten Absichtserklärung vereinbaren die beiden Unternehmen darüber hinaus den weiteren Ausbau der strategischen Zusammenarbeit, um die ambitionierten Wachstumspläne von Britishvolt schnell und effizient umsetzen zu können. Im Rahmen der Zusammenarbeit ist die Realisierung weiterer Linien für zylindrische und prismatische Zellen sowohl in England als auch in Kanada geplant. Mit diesen soll die Gesamtproduktionskapazität von Britishvolt auf deutlich über 100 GWh gesteigert werden.

Martin Drasch, CEO der Manz AG: "Die Dynamik im E-Mobility-Markt nimmt rasant zu. Angesichts der Vielzahl angekündigter Projekte in Europa für Batterielinien ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Maschinenbau hinsichtlich Entwicklungs- und Produktionskapazitäten an seine Grenzen stößt. Mit der Investition am englischen Standort in der Grafschaft Northumberland sichert sich Britishvolt nun rechtzeitig bei uns die für seine Wachstumsstrategie erforderlichen Ressourcen. Mit unserer jahrelangen Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produktionskonzepte und -lösungen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien sind wir ein international gefragter Partner. Die Kooperation mit Britishvolt ist hierfür ein herausragendes Beispiel. Gemeinsam streben wir an, mit einer konsequenten Reduzierung des Energieverbrauchs und einer kontinuierlich automatisierten Prozessoptimierung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz die Produktion insgesamt nachhaltiger zu machen und die Gesamtbetriebskosten deutlich zu reduzieren. Wir sind sehr stolz, dass wir Britishvolt von unserem Können überzeugen konnten und freuen uns gemeinsam mit unserem neuen Partner in den kommenden Jahren zu wachsen."

Britishvolt hat sich in Großbritannien schnell zu einem Innovationstreiber für Batteriezellen entwickelt. Als solcher plant das Unternehmen, durch den Aufbau von Gigawatt-Kapazitäten einen Beitrag zur Unterstützung der heimischen Automobilindustrie zu leisten, während die Welt im Zeitalter der Elektrifizierung auf zero emission zusteuert.

Timon Orlob, COO von Britishvolt: "Britishvolt hat sich zum Ziel gesetzt, in der Entwicklung und Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen eine führende Rolle zu übernehmen. Die Leistung einer Batterie ist eng mit ihrer Herstellung verbunden. Daher benötigen wir qualitativ hochwertige und effiziente Anlagen für die Herstellung unserer Hochleistungszellen. Die Manz AG ist mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how in den Bereichen Maschinenbau und Automatisierung sowie ihrer guten Positionierung und Ausrichtung auf unsere potenziellen Kunden bestens mit den neuesten Trends und Marktanforderungen vertraut. Daher ist sie der richtige und verantwortungsvolle Partner für unsere Produktionsausrüstung. Innovative, durch künstliche Intelligenz unterstützte, Fertigungsanlagen werden ein Kernstück unserer operativen Strategie werden. So können wir das volle Potenzial unserer erstklassigen Gigasite in Northumberland ausschöpfen, die Produktionseffizienz steigern und sowohl die Betriebskosten als auch den Energieverbrauch senken. Um erfolgreich zu sein, ist die Wahl des richtigen Partners entscheidend, und ich glaube, dass wir diesen in dem hervorragenden Team der Manz AG gefunden haben."

Um das europapolitische Ziel zu erreichen, bis 2030 rund 30 Prozent des weltweiten Bedarfs an Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion zu decken, sind umfangreiche Investitionen der Industrie in Produktionskapazitäten für Li-Ionen-Batterien erforderlich. Da die Regierungen weltweit nach Lösungen suchen, um die Dekarbonisierung der Gesellschaft zu unterstützen, muss nun gehandelt werden. Dabei ist die Elektrifizierung des Verkehrs ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Dass die temporäre Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen im Batteriesektor nun weitgehend überwunden ist, spiegelt sich in dem Gigawatt-Projekt mit Britishvolt wider. Erst Anfang November hatte die Manz AG einen Auftrag von der BMW Group für den Aufbau einer Batterieproduktionslinie im bayerischen Parsdorf erhalten.

Unternehmensprofil:

Manz AG - engineering tomorrow's production

Die Manz AG ist ein weltweit tätiges Hightech-Maschinenbauunternehmen.

Mit Fokus auf die Automobilindustrie und Elektromobilität, Batteriefertigung, Elektronik, Energie sowie Medizintechnik, entwickelt und baut Manz innovative und effiziente Produktionslösungen: Von der kundenspezifischen Einzelmaschine für die Laborfertigung oder die Pilot- und Kleinserienproduktion, über standardisierte Module und Anlagen, bis hin zu schlüsselfertigen Linien für die Massenproduktion.

Technologisch basieren die Produktionsanlagen von Manz auf der langjährigen Erfahrung in den Bereichen Automation, Laserbearbeitung, Inspektionssysteme und Nasschemie.

Mit aktuell rund 1.400 Beschäftigten entwickelt und produziert die Manz-Gruppe in Deutschland, der Slowakei, Ungarn, Italien, China und Taiwan. Vertriebs- und Service-Niederlassungen bestehen darüber hinaus in den USA und Indien.

Die Manz AG wurde 1987 gegründet, seit 2006 ist sie an der Frankfurter Börse notiert. Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von rund 237 Millionen Euro.


Kontakt:

Manz AG
Axel Bartmann
Tel.: +49 (0)7121 - 9000-395
Fax: +49 (0)7121 - 9000-99
E-Mail: abartmann@manz.com

cometis AG
Claudius Krause
Tel.: +49 (0)611 - 205855-28
Fax: +49 (0)611 - 205855-66
E-Mail: krause@cometis.de


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Sprache:

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Unternehmen:

Manz AG

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72768 Reutlingen

Deutschland

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