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"Man sollte auf keinen Fall versuchen, eine Kopie von jemandem zu sein": Wolfgang Grupp junior über die Nachfolge bei Trigema

·Lesedauer: 3 Min.
Wolfgang Grupp junior: "Diese Chance habe ich dann eben genutzt"
Wolfgang Grupp junior: "Diese Chance habe ich dann eben genutzt"

Wolfgang Grupp junior könnte eines Tages das Familienunternehmen Trigema, das sein Vater Wolfang Grupp seit mehr als 50 Jahren führt, übernehmen. Im Rennen ist aber auch noch seine Schwester Bonita, die wie Grupp junior bereits heute im Unternehmen tätig ist. Im Podcast "Chefetage" sprach der 30-Jährige unter anderem darüber, warum es ihn nach seinem Studium in London direkt in den Familienbetrieb in der schwäbischen Provinz zog, warum er Fehler machen darf und wie er mit dem Druck, der durch den berühmten Vater vorhanden ist, umgeht.

Direkt nach seinem Master-Studium an der renommierten London School of Economics and Political Science (LSE), stieg Grupp junior bei Trigema ein. Dort betreut er den B2B-Verkauf, also den Verkauf an Unternehmenskunden, und ist IT-Projektleiter. Während des Masterstudiums habe sich Grupp Junior gefragt, in welche Richtung er gehen wolle, erzählte er im Interview. Entgegen der weitläufigen Meinung, man solle nicht direkt ins eigene Unternehmen gehen und die ersten Fehler besser woanders machen, hätten Grupp juniors Eltern ihm geraten, gleich in das Unternehmen zu kommen und die Fehler in ihrem Unternehmen zu machen. So könnten sie gemeinsam gestalten und er von seinem Vater lernen. "Diese Chance habe ich dann eben genutzt und bin direkt eingestiegen", so Grupp junior.

"Ich kenne keinen, der in meinem Alter auch angefangen hat, der keine Fehler macht." Wenn er zum Beispiel in der Beratung gewesen und mit Mitte dreißig in das Unternehmen gekommen wäre, dann wäre die Erwartungshaltung eine andere gewesen. Doch auch dann hätte er sicher gewisse Anfängerfehler gemacht und da würde das dann weniger verziehen werden, ist er sich sicher. Das Unternehmen lebe von langjährigen Mitarbeitern. "Deswegen ist es immer ganz gut, wenn man da früh anfängt." Von seinem Vater habe er Disziplin, Ordnung und Geradlinigkeit gelernt. Seinen Weg zu gehen und den auch in schwierigen Situationen durchzustehen, habe der Vater ihm mitgegeben.

In Deutschland ist Wolfgang Grupp senior bekannt für die Werbung mit dem Affen vor der "Tagesschau". Grupp gilt als "Deutschlands bekanntester Mittelständler", der eine starke Meinung und keine Angst davor hat, diese auch in der Öffentlichkeit zu äußern. In den Medien wird gerne darüber spekuliert, welches der beiden Kinder – nur eines soll Trigema einmal übernehmen – den Betrieb in Zukunft führen wird.

Im "Chefetage"-Podcast wird Grupp Junior gefragt, wie er mit dem damit einhergehenden Druck und den damit verbundenen Erwartungen umgehe. "Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man auf keinen Fall versuchen sollte, eine Kopie von jemandem zu sein", lautete seine Antwort. Man müsse sich selbst entwickeln und auch seine eigenen Wege finden. Es sei in gewisser Weise manchmal ein Druck, aber auch ein positiver Druck. Viele würden davon träumen, so etwas machen zu dürfen. Diese Chance müsse man nutzen.

"Der Druck ist da", sagte Grupp junior. Doch seine Schwester und er würden ganz klar sagen, irgendwann werde der Punkt kommen, wo sie sich entscheiden müssten, wer geeigneter für die Aufgabe sei. "Das Wichtigste ist uns, die Firma Trigema in die nächste Generation zu bringen", so Grupp junior.

rwi

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