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Wenn man im Januar 5.000 US-Dollar in Pfizer investiert hätte, hätte man jetzt so viel

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Corona-Aktien gegen COVID-19 lockdown
Corona-Aktien gegen COVID-19 lockdown

Die Aktionäre von Pfizer (WKN:852009) haben ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Eine lang erwartete Abspaltung und eine globale Pandemie bevölkerten die meisten Schlagzeilen über das Unternehmen, aber das waren nicht die einzigen Entwicklungen, die die Aktie im Jahr 2021 und darüber hinaus beeinflussen werden.

Da wir uns dem Jahresende nähern, ist es sinnvoll, zurückzublicken und sich zu fragen, wie viel man gewonnen hätte, wenn man zu Beginn des Jahres in Pfizer investiert hätte. Und noch wichtiger: Sieht es im nächsten Jahr besser oder schlechter aus?

Messung der Performance

Aktienkurse können von Tag zu Tag oder sogar von Monat zu Monat stark schwanken. Deshalb ist es wichtig, die Performance über einen längeren Zeithorizont zu bewerten. In einem Jahr, in dem das Unternehmen seine patentfreien Medikamente mit einem anderen Unternehmen fusionierte und bei der Entwicklung eines Impfstoffs zur Bekämpfung einer weltweiten Pandemie half, liegt die Aktie gerade einmal 2,4 % über dem Wert, mit dem sie das Jahr begann.

Hätte man zu Beginn des Jahres 2020 5.000 US-Dollar investiert, so wäre diese Investition heute etwa 5.122 US-Dollar wert. Rechnet man die Dividenden hinzu, hättest du etwa 5.325 US-Dollar. Diese 6,5 % Rendite liegen deutlich unter der durchschnittlichen Rendite an der Börse von 10 % pro Jahr. Zu den Tiefstständen im März, als das Coronavirus zu Schließungen zwang und Händler aus Aktien ausstiegen, hättest du nur etwa 3.600 US-Dollar auf deinem Konto gesehen. Das ist eine gute Lektion über das Kaufen und Halten von Positionen, besonders wenn sich das zugrunde liegende Geschäft nicht verändert.

PFE DATEN VON Y-CHARTS

Deals und Entwicklungen

Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen bekannt, dass es seinen Geschäftsbereich Upjohn ausgliedern wird. Upjohn beherbergt die nicht patentgeschützten Medikamente und durch die Abspaltung würde Pfizer die profitableren Krebsmedikamente und Impfstoffe behalten.

Das Management wollte die Sparte aber nicht einfach aufgeben. Stattdessen sollte Upjohn mit Mylan – einem Hersteller von Generika – zusammengelegt werden und ein neues Unternehmen namens Viatris (WKN:A2QAME) bilden. Der Deal wurde im November abgeschlossen, so dass die Pfizer-Aktionäre 57 % der Anteile an dem neu gegründeten Unternehmen halten.

Natürlich haben sich die meisten Schlagzeilen über das Unternehmen in diesem Jahr auf die Partnerschaft mit BioNTech (WKN:A2PSR2) und die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 konzentriert. Das Unternehmen entschied sich gegen eine Finanzierung durch die US-Regierung – und die damit verbundenen möglichen Auflagen – und machte sich daran, das Medikament zu entwickeln und die Logistik mehr oder weniger selbst zu organisieren.

Das Wagnis scheint sich gelohnt zu haben. Mit den Zulassungen in Großbritannien und Kanada und der Notfallzulassung in den USA ist es der erste Impfstoff, der Amerikanern außerhalb von klinischen Studien verabreicht werden kann.

Verloren im Lärm

Es besteht kein Zweifel, dass der Impfstoff eine Errungenschaft ist, die jeder bejubeln sollte, und Viatris ist ein Schritt bei der Kapitalzuteilung, der den Aktionären zugute kommen sollte, aber das waren nicht die einzigen großen Ankündigungen im Jahr 2020. Es gab ein paar Themen, die im Lärm untergingen.

Die vielleicht bedeutendste Entwicklung war das Scheitern von dem Brustkrebsmedikament Ibrance in zwei klinischen Studien, die seine Wirksamkeit in frühen Stadien der Krankheit zeigen sollten. Obwohl die Studien scheiterten, wächst der Umsatz bei der Behandlung von fortgeschrittenem und metastasierendem Brustkrebs weiter. Obwohl das Unternehmen noch Jahre von einer Phase-3-Studie entfernt ist, hat das Management über mehrere präklinische Kandidaten berichtet, die bei der Behandlung von Brustkrebs vielversprechend sind – einige mit einer höheren Wirksamkeit als Ibrance und andere in Verbindung mit dem Medikament.

Andere, weniger publik gemachte Entwicklungen waren ebenfalls wichtig für die langfristige Zukunft. Die Behandlungen von Pfizer für seltene Krankheiten waren weiterhin vielversprechend. Die Partnerschaft mit OPKO Health (WKN:A0MUUJ) bei der Behandlung eines Wachstumshormonmangels brachte positive Phase-3-Ergebnisse. Darüber hinaus ist die Gentherapie gegen Hämophilie, die mit dem Partner Sangamo (WKN:936386) entwickelt wird, in die Phase-3-Studien eingetreten und wurde im Oktober dem ersten Teilnehmer verabreicht. Eine Behandlung für Duchenne-Muskeldystrophie, eine weitere seltene genetische Krankheit, soll ebenfalls bis Ende des Jahres mit Phase-3-Studien beginnen.

Das Jahr 2020 wird für Pfizer immer im Zeichen des Impfstoffs COVID-19 stehen, und bis zu einem gewissen Grad auch im Zeichen von Viatris. Für Anleger, die ein stabiles Dividendenunternehmen im Pharmabereich suchen, ist die Aktie von Pfizer eine risikoarme Möglichkeit, sich in Aktien zu engagieren und eine Dividende von 4 % zu kassieren. Das Unternehmen hat eine klar formulierte Strategie, die es auch umsetzt, und eine solide Pipeline in den Bereichen Onkologie, Gentherapien und Immunologie, die in den nächsten Jahren zusätzliche Einnahmen generieren sollte.

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Dieser Artikel wurde von Jason Hawthorne auf Englisch verfasst und am 17.12.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Viatris.

Motley Fool Deutschland 2020