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"Major Incident": Wenige Tage vor Bundestagswahl Hacker-Angriff auf Wahl-Behörde

·Lesedauer: 2 Min.

Erst vor drei Wochen hatten Unbekannte die Website des Bundeswahlleiters lahmgelegt. Sie war nach einer Vielzahl von Aufrufen aus dem Internet unter der Datenlast zusammengebrochen und zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar gewesen. Als Business Insider vorige Woche exklusiv über den Angriff berichtet hatte, versicherte ein Sprecher, dass Server, die für die Bundestagswahl wichtig sind, jedoch nicht betroffen gewesen seien.

Nach Informationen von Business Insider ist es offenbar an diesem Mittwoch erneut zu einem Hacker-Angriff gekommen. Das Informationstechnik-Zentrum des Bundes (ITZBund), der zentraler IT-Dienstleister der Bundesverwaltung, stuft das Ereignis demnach als "Major Incident", also als schwerwiegendes Sicherheitsereignis, ein.

Konkret wurde nach Informationen von Business Insider offenbar auf einem sogenannten Confluence-Programm des Statistischen Bundesamtes, dessen Chef zugleich der Bundeswahlleiter ist, eine Software (Web-Shell) installiert. Diese ermöglicht einen externen Zugriff auf Server und Dateisysteme. Wie genau es dazu kam und ob Daten abgeflossen sind, wird aktuell noch ermittelt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stufte das Ereignis als Cyberangriff im Zusammenhang mit der Bundestagswahl ein.

Seit Wochen und Monaten warnen Experten bereits vor möglichen Hackerangriffen und Fake-News-Kampagnen im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl. Erst vor kurzem hatte Bundeswahlleiter Georg Thiel in der „Tagesschau“ erklärt, er stelle sich sogar darauf ein, dass auch am Wahltag selbst eine Cyber-Attacke passieren könnte, eben beispielsweise auf die Website bundeswahlleiter.de. Dies könnte dann genutzt werden, um mithilfe einer Fake-News-Kampagne über soziale Medien die Legitimität der gesamten Wahl infrage zu stellen. Derlei mögliche Versuche schreiben Experten vor allem Russland zu. Thiel gibt jedoch Entwarnung: „Für solche Fälle haben wir mit wichtigen sozialen Medien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genaue Vorkehrungen getroffen und können schnell reagieren, um solche Meldungen richtigzustellen.“

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