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Mahle schließt zwei Werke in Deutschland

·Lesedauer: 1 Min.

Der viertgrößte deutsche Autozulieferer konkretisiert seine Pläne zum Stellenabbau: Die Werke in Gaildorf und Freiberg werden geschlossen.

Das Unternehmen fährt einen strikten Sparkurs. Foto: dpa
Das Unternehmen fährt einen strikten Sparkurs. Foto: dpa

Der Autozulieferer Mahle beginnt mit der Umsetzung seines angekündigten Personalabbaus: Für die beiden deutschen Standorte in Gaildorf (Baden-Württemberg) und Freiberg (Sachsen) sieht der Konzern keine Perspektive mehr und plant deren Schließung.

Im schwäbischen Gaildorf werden 290 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2023 verloren gehen. Im sächsischen Freiberg sind es 85 Stellen, die gestrichen werden. An neun weiteren Standorten einschließlich der Stuttgarter Zentrale und unter anderem den deutschen Produktionsstandorten in Mühlacker/Vaihingen, Neustadt, Rottweil sowie St. Michael in Österreich werden ebenfalls Stellen abgebaut.

Die Unternehmensführung und der Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrates sowie der europäische Betriebsrat wurden heute über die Pläne informiert. Die Gespräche sollen jetzt beginnen. Mahle hatte bereits in der Vorwoche eine drastische Verschärfung seines Sparkurses angekündigt. Weltweit will das Stiftungsunternehmen 7600 Stellen zusätzlich streichen – davon 2000 in Deutschland.

Mahle-Chef Jörg Stratmann strebt eine möglichst sozialverträgliche Umsetzung des Stellenabbaus an. Das Unternehmen fährt seit 2018 einen strikten Sparkurs und hat bislang schon weltweit 6700 Stellen abgebaut. Derzeit hat Mahle noch 72.000 Beschäftigte, davon knapp 12.000 in Deutschland.

Der Gesamtbetriebsratsvize Dieter Kiesling beklagte damals, dass Mahle bis heute keine Perspektive für die Verbrenner-Standorte vorgelegt habe. 2019 hatte Mahle 212 Millionen Euro Verlust gemacht – nach einem Gewinn von 446 Millionen Euro im Jahr 2018. Der Umsatz ging um 4,2 Prozent auf zwölf Milliarden Euro zurück.

Mahle leidet ebenso wie das Führungstrio Bosch, ZF und Continental und die gesamte Branche unter der schon vor der Coronakrise schwächelnden Autokonjunktur und den hohen Aufwendungen für die Transformation hin zur Elektromobilität.